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"Energie-Lockdown", die neue Normalität.

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"Energie-Lockdown", die neue Normalität.

Energie-Lockdown – die neue Normalität gemäß der EU
Wird die Energie-Krise missbraucht für die Umsetzung der ideologiegetriebenen Energiepolitik der EU.
Verzicht dürfte die Währung der neuen Normalität laut EU-Eliten und Systemparteien werden.
Freiwilliger EU-10-Punkteplan als Vorbote des Energie-Lockdowns?
Kostengünstiges Gas und Erdöl aus Russland wären ein effektives Instrument zur Beherrschung der Energiekrise.

Der militärische Iran-Israel-USA-Konflikt führte global zur Energieknappheit. Das Iran-Regime sperrte kurzerhand die Hormuz-Straße, eine natürliche Meerenge. Kaum ein Erdöl- oder Erdgas-Tanker kam mehr durch, der Spritpreis für die Bürger und Wirtschaft Europas und außerhalb Europas wurde extrem teuer, denn der Versorgungsengpass ließ die Preise explodieren. 2,50 Euro für einen Liter Diesel war die Speerspitze des Preis-Tsunamis, aber auch die anderen Kraftstoffe lagen in der 2,50-Euro-Reichweite. Power-Kraftstoffe lagen sogar schon im 2,75er Euro-Bereich.
Einige EU-Staaten wie Spanien, Slowenien, Ungarn, die Slowakei und andere hielten durch nationale Maßnahmen den Spritpreis im Bereich von 1,60 bis 1,80 Euro, Malta gar bei 1,21 Euro. Möglich wurde das durch direkte staatliche Eingriffen wie Preisdeckelung, Steuersenkungen oder Subventionen. Spanien senkte unter anderem die Mehrwertsteuer von 21 auf 10 Prozent – auch bei Strom und Gas.

Deutschland unternahm keine Maßnahmen, um den Spritpreis zu senken. Deshalb gehört Deutschland zu den Ländern in der EU, die mit einem horrenden Spritpreis aufwarten - nur die Niederlande und Dänemark sind noch teurer. Um den Bürgern Sand in die Augen zu streuen, unternahm die Regierung Deutschlands als einzige Maßnahme, den Spritpreis mit einem Tageshöchstkurs um 12 Uhr festzulegen. Diese für den Bürger als großartig ausgewiesene Maßnahme wurde von Österreich übernommen, obwohl sich dort die Maßnahme schon als Flop herausgestellt hatte. Und so wurde auch in Deutschland diese Scheinmaßnahme ein Fehlschlag, der sogar die Preisspirale noch beflügelte. Deutschland gibt die Ausbeutung der Bürger über Steuerabgaben beim Sprit nicht auf. Es wird deutlich, der Bürger ist für den Staat da, nicht der Staat für den Bürger.
Das zuständige Kartellamt wurde angerufen, tätig zu werden, wurde aber nicht tätig. Energiesteuer, CO2-Steuer (CO2-Abgabe) und Mehrwertsteuer kosten den Konsumenten mehr als der Kraftstoff selbst kostet. Dank des extremen Steueranteils wird der Autofahrer regelrecht zur Melkkuh des Staates. Den Staat interessiert es anscheinend nicht, dass vornehmlich Pendler und Handwerker, aber auch Familien jeden Monat Hunderte Euro mehr hinblättern müssen, um zur Arbeit, zum Kunden oder zum Kindergarten, zur Schule oder zum Arzt zu kommen, um nur ein paar Beispiele zu nennen.
Natürlich lässt es sich die Politik nicht nehmen, kuriose Tipps fürs Energiesparen zu geben. Man solle sich zum Beispiel ein E-Auto kaufen, ist wohl die inkompetenteste Aussage. Auch ein Tempolimit kommt wieder auf die Tagesordnung, dieses Mal nicht um angeblich die Verkehrstoten zu minimieren, sondern um Energie zu sparen. Vorne dabei sind hier die Grünen, die pauschal durch zahlreiche Verbotsforderungen die Selbstbestimmung und Freiheit der Bürger schon seit langem zu unterdrücken versuchen. Sie fordern seit einer Ewigkeit teure Kraftstoffpreise, um ihre Ziele der Autominimierung und des Umstieg auf öffentlichen Nahverkehrsmittel oder das Fahrrad zu erreichen – da kommt die Energiekrise mehr als gelegen.
Mit anderen Worten: Die Energiekrise wird von der Elite missbraucht, um den Bürger zu disziplinieren und um ihn finanziell abzukassieren. Der Energiekrise sei es gedankt, dass man den Bürger im sozialistischen Gedankengut erziehen und verarmen kann.
Selbstverständlich gibt auch die EU ihren Senf dazu – allerdings geht ihr Planspiel wieder mal vollends an der Lebensrealität vorbei. Gerald Hauser, EU-Abgeordneter von der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreichs), monierte, dass ein Energie-Lockdown diskutiert wird, ganz im Stile der Coronamaßnahmen seinerzeit. Beschönigend wird er „Demand Reduction Measures“ genannt, auf Deutsch: Maßnahmen zur Senkung des Verbrauchs.
Dass dabei die Freiheit der Bürger beschnitten wird, interessiert nicht, man kann sogar zur Ansicht kommen, dass es ein gewünschtes Ziel sei. Mit Angst, nicht mehr fahren zu können, weil der Sprit ausgeht, oder nicht mehr heizen zu können, weil Gas und Heizöl sanktioniert werden müssen, wird der Bürger zu disziplinieren versucht. Gehorsam ist dabei des Bürgers erste Pflicht. Reiseverzicht ist dabei ein neues Kriterium, das über die nationalen Einschränkungstipps hinausgeht. Wie es bei Corona schon der Fall war, will man die Mobilität einschränken. Dafür ist die Anschaffung eines E-Autos mit seiner Reichweitenbeschränkung der erste Schritt.
Verkehrsbeschränkungen (zum Beispiel abwechselnde Fahrverbote, Flugstreichungen), Pflicht zur Verbrauchsreduktion in Unternehmen und Haushalten sind vorgesehen. Im Winter sollen Strom- und Gas-Sparziele erreicht werden, wozu auch kontrollierte Abschaltungen angedacht sind. Hintergrund ist die grüne Transformation zu beschleunigen.
Um die Maßnahmen zur Senkung des Verbrauchs (Energie-Lockdown) sofort umsetzen zu können, hat die EU einen 10-Punkte-Plan ihrer Internationalen Energieagentur vorbereitet, der auf Freiwilligkeit ausgerichtet ist. Dan Jørgensen (EU-Energiekommissar aus Dänemark) forderte in einem Brief an die nationalen Energieminister freiwillige Maßnahmen zur Senkung des Kraftstoffverbrauchs, mit besonderem Fokus auf den Verkehrssektor, umzusetzen:
1. Home-Office einrichten, um Pendelverkehr und damit Kraftstoffverbrauch zu reduzieren.
2. Tempolimit auf Autobahnen ausweisen. Niedrigere Geschwindigkeiten verringern den Verbrauch.
3. Förderung des öffentlichen Nah- und Fernverkehrs. Umstieg von privaten Autos auf Busse und Bahnen, um den Kraftstoffverbrauch zu reduzieren.
4. Wechselnde Zulassung privater Autos in Großstädten (zum Beispiel nach Kennzeichen-Nummern oder geraden/ungeraden Tagen). Damit sollen Staus reduziert und der Kfz-Verkehr eingeschränkt werden.
5. Carsharing und Mitfahrgelegenheiten sollen gestärkt werden. Dadurch soll der Gesamtkraftstoffverbrauch pro Person gesenkt werden.
6. Effizientes Fahren und Logistik fördern (besonders im Güterverkehr). Schulungen sollen spritsparende Fahrweisen bewusst machen. Optimierte Lieferrouten und effizientere Lkw-Nutzung sollen die Logistik stärken.
7. Nicht notwendige Flugreisen bedürfen der Reduzierung. Darunter sind vor allem Geschäftsflüge zu verstehen. An ihre Stelle sollen Videokonferenzen treten.
8. Umstieg auf spritsparende und elektrische Fahrzeuge sollen zügig vollzogen werden.
9. Koch- und Heizenergie sollen durch Flüssiggas und Elektrik bestritten werden.
10. Weitere sektorale Einsparungen (Industrie, öffentliche Einrichtungen) sind umzusetzen – zum Beispiel Effizienzsteigerung in der Industrie, Reduzierung von nicht wesentlichen Fahrten von Behörden und Unternehmen sowie Informationskampagnen für sparsame Nutzung.
So drastisch die Energiekrise auch ist und sicherlich auch nach einer Waffenruhe oder einem Friedensvertrag ihre Nachwehen noch zeigen dürfte, sie wäre sofort stark abgemildert, wenn die EU ihren Boykott für Öl aus Russland einstellen würde, denn die Sanktionen treffen die Bürger der EU-Staaten mehr als Russland. Günstige Preise bei Versorgungssicherheit gewährleistet Russland. Auf diesen Hintergrund wies Gerald Hauser von der FPÖ hin. Zudem forderte er die Abkehr vom Gedankenspiel eines Energie-Lockdowns, denn er würde die Normalität wie bei Corona abschaffen. „Wer Home-Office, Tempolimits und Reiseverzicht propagiert, redet de facto vom Lockdown 2.0! Es ist absurd, dass Systemparteien und EU-Eliten die eigene ideologiebetriebene Energiepolitik nicht korrigieren, sondern den Bürgern den Verzicht als neue Normalität verkaufen wollen“, gab Hauser zu bedenken.

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