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In eigener Sache
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Im Windschatten von noch mehr Windmühlen werden bei doppelter Dauerflaute von Wind und Wirtschaft die Taschentücher der Menschen im „Ländle“ zum Abschied traurig herunterhängen, die nun auch weiterhin Abschied nehmen müssen von ihren Arbeitsplätzen. Wie sie sehen können sehen sie nichts, so könnte man die „Ba-Wü-Wahl“ vorschnell übertiteln. Die „Kretschmann-Kopie“ regiert, dem Hagel hat‘s den Wahlkampf durch Rehleins Augen etwas verhagelt.
200.000 bisherige Nichtwähler haben die AfD gewählt, die blaue Partei hat auch den zweithöchsten Anteil bei den 16 bis 24-jährigen Wählern, und verdoppelte insgesamt das Wahlergebnis auf knapp 19 Prozent, trotz Markus Frohnmaier.
Nein, „the Länd“, so nennt das grün-schwarze Regierungsbündnis ja idiotischerweise ihr Heimatland, ist kein Testlauf für die kommenden Wahlen, wie der ÖRR schon vor der Wahl frohlockend ankündigte- im Irrtum das die Parteien der Bundesregierung gestärkt aus der Wahl herausgehen würden. Tun sie nicht. Die Grünen haben zwar mit Cem Özdemir den schwäbischsten aller Schwaben, aber keine Kopie dieser Kopie davon in einem anderen Bundesland. Verbrenner-Aus, Migration, Özdemir geht einen Sonderweg mit maximaler Distanz zu den Bundesgrünen. „Glernt“ (von Papa Kretschmann) „isch halt glernt“. Man könnte auch einfach sagen Pharisäertum, oder Green-Washing... Und wenn schon Testlauf ging der Schuss für die Alt-oder Kartellparteien nach hinten los. Die AfD hat verdoppelt und das bisher beste Ergebnis in Baden-Württemberg geliefert. Das die CDU den Grünen nun beim Regieren den Vortritt lässt, und als Juniorpartner für weiterhin grüne Politik zur Verfügung steht, anstatt mit der AfD eine wertkonservative Linie zu fahren, nennt Alice Weidel am Wahlabend beschämend. Eine Mitte-Rechts-Koalition wäre möglich, sie vereint die meisten Wählerstimmen, da führt kein Weg, auch nicht die grüne Hochstimmung, daran vorbei. „Weil es um Dich geht“, stand auf einem hiesigen Wahlplakat der SPD. „Weil es uns schon lange nicht mehr um Dich geht“ hat der Wähler wohl verstanden- und die SPD mit 5,5 Prozent im Ländle zum Zwerg degradiert, mit einem historisch schlechten Ergebnis. Wer braucht diese Partei eigentlich noch, und wenn ja, wofür?
Die Linke schafft es nicht in den Landtag, aber gewinnt gerade bei Jungwählern dazu, die befürchten künftig unter Brücken schlafen zu müssen- in Stuttgart ist eine Wohnung zu teuer. Die FDP muss bittere Tränen weinen, denn sie schafft es in ihrem angestammten Erbhof nicht mehr in den Landtag- ob sie je wieder auf die Füße kommt?
Fair enough, Özdemir zu gratulieren, desaströs die Zukunftsaussichten für das Autoland wo die Schaffer und Macher wohn(t)en. Viele CDU und Grün-Wähler, nicht wenige davon reiche Erben, wägen sich (noch!) sicher auf ihrer Fahrt im teuren E-Mobil an den schönen Bodensee. Nun geht’s im Kurs der Politik also weiter wie bisher. Bergab auf Talfahrt um im Bild zu bleiben. Die Zahl der Unzufriedenen wächst, ein Trostpflaster für alle, die schon aufgewacht sind in der Realität- und grüne „Traumtänzerei“ bei Energie und so weiter und so fort nicht mehr länger aus ihrer eigenen Tasche bezahlen wollen. Verantwortung für den Abstieg in Baden-Württemberg trägt die Brandmauer-CDU, und letztlich CDU-Wähler, die noch immer nicht kapiert haben, das sie mit ihrem Kreuzchen für die Grünen abgestimmt haben.
Prognose: Immer mehr Wählerinnen dämmerts aber, und die Brandmauer wird bald fallen!
In zwei Wochen steht Rheinland-Pfalz an…
Das Bashing gegen die AfD, Vettern- und Günstlingswirtschaft gibt´s in allen Parteien, hat also nicht groß verfangen. Apropos Bashing: Manuel Hagel sprach am Wahlabend von einer Schmutzkampagne der Grünen, die ihm die Wahl verhagelt habe. Tatsächlich hatte eine Bundestagsabgeordnete der Partei mit dem ewig grünen erhobenen Zeigefinger ein altes Video von Hagel neu „vermarktet“, und den CDU-Mann als „Sexist“ geoutet. Hagels Kommentar über eine 15-jährige Schülerin war zugegebenermaßen doof, ungeschickt, unbedacht, der Mann ist sowieso ziemlich farblos und agiert oft hölzern. Maßlos übertrieben war die Kampagne dennoch, denn wenn nur noch Menschen Politik machen die nie, auch nicht vor acht Jahren, mal etwas falsches gesagt haben, sitzen auf den Regierungsbänken demnächst nur noch achtjährige.
Alles beim alten? Nein, auch wenn´s so aussieht. Hier hat sich ganz gehörig was verschoben nach dieser Wahl in Baden-Württemberg. Die Merz-CDU glaubte den Wahlsieg in der Tasche zu haben. Irrtum. Klatsche für die Merz-Regierung.
Nur noch die SPD glaubt an die SPD.
Der grüne „Wahlsieg“, mit einem schlechteren Ergebnis als bei der letzten Wahl, wird eine Ausnahme bleiben- da kann Franziska Brantner im ARD-Talk noch so jubilieren, Misstöne in ihrem Trallala werden sehr bald folgen. Nun darf die CDU unter Ägide des Schwaben aus Anatolien ein bisschen mitspielen, als Juniorpartner der Partei, die gerade noch eine Schmutzkampagne gegen den CDU-Landeschef geführt hat, wie der Manuel Hagel es ja selbst bezeichnete. Autsch!
Die AfD ist der heimliche Wahlsieger, es ist nur eine Frage der Zeit wann die ersten Brandmauern zerbersten, denn der eigene Machterhalt ist in der Politik eben auch die erste Priorität.
Das der Zwangsgeld-Finanzierte-Öffentlich-Rechtliche-Rundfunk in einer Talkshow zur Wahl, die AfD nicht einmal erwähnt ist genauso blamabel wie die sich immer wieder neu blamierenden Caren Miosga. Diesmal zugegeben etwas aufgelockert durch einen smarten und zugegebenermaßen stellenweise richtig witzigen Daniel Günther, dem CDU-MP aus Schleswig-Holstein. Aber was nützt das? Die grüne Lederjacke mit Inhalt, die Grünen-Chefin Brantner, überschlug sich förmlich selbst vor lauter Begeisterung. Auch das wird nichts nützen. Der Dauergast mit Feldbett unterm ARD-Studio, ein so schlecht gefärbter Robin Alexander, das ihm an dieser Stelle vor lauter Erbarmung empfohlen wird den Friseur zu wechseln- nicht das sein ewiges belehrenden Gequatsche dadurch erträglicher würde, komplettierte die Talkrunde. Das die AfD also in dieser „Wahl-Nachlese“ rechts-außen vor blieb, spricht die Sprache der unerträglichen Arroganz dieser Medien. Rund 18,8 Prozent der Wähler in Baden-Württemberg werden vom ÖRR ignoriert. Die Arroganz ist jedoch vergänglich. Die Änderung unaufhaltsam. Die Zeit ist gekommen, drum erträglich.
Vergnüglich war am frühen Wahlabend der Auftritt einer ins Studio via Bildschirm zugeschalteter Alice Weidel, die den drei Generalsekretären der Kartell-Parteien, und von denen ganz besonders dem SPD-General, „wer sind sie, ich kenne sie nicht“ so richtig „die Hosen runter zog“. Unfähigkeit ist ihr Markenzeichen, so sinngemäß die AfD-Vorsitzende, die gut in Fahrt war, und dem geplagten Mainstream-User ein „Schmankerl“ bot.
Bleiben Sie, liebe stattzeitungs-Leser, also kritisch und bewahren Sie sich ein frohes Herz, trotz oder gerade in herausfordernden Zeiten.
Herzlichst, Ihre Stef Manzini
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