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Globale Simulation einer Hungersnot, ein Vorbote für geplantes Elend?

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Globale Simulation einer Hungersnot, ein Vorbote für geplantes Elend?
KI-generiert

Bereits 2015 simulierte „Food Chain Reaction“ eine Ernährungskrise.
Konflikte, soziale Unruhen, Lieferkettenunterbrechungen und Wetterlagen wurden als Treiber der Krise zugrunde gelegt.
Planspielszenario und Realität zeigen viele Parallelen.
Deutscher Agrarsektor kann die Bevölkerung nicht ernähren.
Gerald Hauser, EU-Abgeordneter, stellt an die EU kritische Fragen.

Die Antwort auf Gerald Hausers parlamentarische Anfrage bezüglich Nahrungs-Planspielen an die EU-Kommission ist für die gesamte Bevölkerung von hohem Interesse. Hauser fragte: „Ich will wissen, an welchen Planspielen und Simulationen im Agrar- und Lebensmittelbereich die EU und ihre Agenturen teilgenommen haben. Welche Übungen wurden selbst organisiert? Und: Wer hat bei diesem Planspiel die Europäische Union vertreten?“ Weiter führte er aus: „Die Bürger haben ein Recht auf volle Transparenz. Wenn sich Eliten und Globalisten seit Jahren auf Krisenszenarien vorbereiten, dann müssen auch die Ergebnisse, Inhalte und Konsequenzen offengelegt werden. Alles muss auf den Tisch!“

Globale Planspiele zu Pandemien oder Energiekrisen sind relativ häufig durchgeführt worden. Planspiele zu Ernährungskrisen haben dagegen Seltenheitswert. Drei globale Simulationsspiele zum Ernährungskreis fanden 2015, 2022 und 2024 statt. „Food Chain Reaction“ (Lebensmittelkettenunterbrechung) hieß die Simulation in 2015. „Food Security Games“ und „Food Alert EU Food Crisis Simulation Project“ verkörpern die 2022er und 2024er Veranstaltungen.

Über das bereits 2015 stattgefundene „Food-Chain-Reaction-Treffen“ vom 9. und 10. November in Washington D.C. berichteten nur sehr wenige Medien. Erst als jetzt der EU-Abgeordnete Gerald Hauser von der FPÖ (Freiheitliche Partei Österreichs) das Thema aufgriff und eine parlamentarische Anfrage an die EU-Kommission stellte, wurde das Planspiel in den Neuen Medien, die sich in der Informationsqualität wohltuend von den alteingesessenen System- oder Mainstream-Medien abheben, öffentlich gemacht.

In dem Planspiel wird eine globale Ernährungskrise durchgespielt. Der Zeitraum für das Szenario ist der Zeitraum 2020 bis 2030. Konflikte, soziale Unruhen, Klimaschocks und Lieferkettenunterbrechungen standen bei dem Planspiel im Vordergrund. Wer sich den aktuellen USA-Israel-Iran-Konflikt vor Augen führt, dürfte schnell erkennen, dass die Simulation das Potenzial hat, die Realität bald einzuholen.
Organisiert wurde „Food Chain Reaction“ vom „World Wildlife Fund“, dem „Center for American Progress“ und dem Forschungsinstitut „CNA Corporation“, welches sich auf Verteidigung, Sicherheit und öffentliche Politik spezialisiert hat. Der Chemie-Riese „DuPont“, „Mars“ einer der größten Nahrungsmittelkonzerne und weltweit einer der größten Hersteller von Tiernahrung, „Cargill“ eines der weltweit größten privaten Handelsunternehmen für Lebensmittel und Futterstoffe, und etliche mehr gaben finanzielle oder technische Unterstützung für dieses Planspiel. Warum nur? Werden doch Ernährungskrisen maßgeblich durch diese Großkonzerne ausgelöst. Beim produzierenden Landwirt bleibt beispielsweise kaum noch was hängen. Bei den Kartoffelbauern fielen die Kilopreise in den letzten Jahren von circa 60 Cent auf 0,6 Cent. „Das Schwein ist in der Mitte am dicksten“, das ist eine Binse... und das Bauernsterben geht rasant weiter, wozu auch die hohen Dieselpreise aktuell beitragen. Das „World Economic Forum“ (WEF) war an diesem Planspiel zwar nicht direkt beteiligt, jedoch hat die Finger im Spiel, da die Organisatoren ein bekannter Akteur und Partner sind.

Beim 2015er Planspiel werden extreme Wetterereignisse als wichtige Ursache genannt, die in Wechselwirkung mit Bevölkerungswachstum und Urbanisierung, aber auch mit politischen Krisen und sozialen Unruhen stehen. Steigende Preise, niedrige Vorräte, Engpässe, humanitäre Notlagen und eine unvorhersehbare Preisentwicklung gelten als die Faktoren der Krise im Planspiel. Kurzum: Politische und geopolitische Faktoren sowie wirtschaftliche und strukturelle Faktoren standen im Fokus.

Bei der aktuellen Krisensituation 2026 könnte der Kriseninitiator „Wetterereignisse“ beim Planspiel „Food Chain Reaction“ gegen „Krieg in Nahost“ ausgetauscht werden. Nicht zuletzt spielen in diesem Zusammenhang Simulationen wie das „Brookings-Wargame 2012“ und andere eine nicht zu unterschätzende Rolle. Bereits 2002 griff das „Wargame Millennium Challenge“ ein heutiges mögliches und teils tatsächlich eingetretenes Konfliktpotenzial zwischen der USA und dem Iran auf.

Natürlich geben die Planspiele kein vorweggenommenes Zukunftsszenario wider, wenn sie Realität werden, sondern bestätigen lediglich bereits damals erkennbare Risiken. So wird von offizieller Seite bei allen Planspielen argumentiert. Aber schon beim 2015er Planspiel wurden auch die Ölpreisschocks durchgespielt, wenngleich wegen anderer Ursachen. Als eine Kettenreaktion stellte man das Szenario hohe Ölpreise mit der Folge gesteigerter Biokraftstoff-Produktion auf Kosten des Getreideanbaus für Nahrung vor. Als Folge führt das Planspiel höhere Lebensmittelpreise auf, die zu sozialen Spannungen und Unruhen führen.
Aktuell sind Preisspitzen im Energie-Kraftstoffsektor vorhanden. Mit fortwährender Sperrung der Straße von Hormus für Öltransporte ist eine Preissteigerung in allen Sektoren zu erwarten, die in irgendeiner Weise mit Öl in Verbindung stehen. Lebensmittelproduktion, Lebensmitteltransport, Medikamentenproduktion seien primär erwähnt, aber auch das Bauhandwerk und viele andere Branchen sind davon betroffen. Die Preise steigen, die Gehälter nicht, der Wohlstand schwindet, Mobilität und Ernährung liegen am Boden. In der Simulation durchgespielte Krisenmuster haben heute häufig einen Wiedererkennungswert. Das Planspiel „Food Chain Reaction“ basiert auf einer Krise, die ein Jahrzehnt andauert mit sich wiederholenden Niedrig-Warenbeständen, Preisspitzen und Unruhen.

Ein Vorgeschmack auf die Zukunft? Wo bleibt die Hinwendung zu regionalen Versorgern? Angesichts der EU-Politik, vorzugsweise der großen sogenannten Volksparteien müsste man fast folgern, diese sind gar nicht gewünscht. Gerald Hauser aus Tirol, für die FPÖ im EU-Parlament, prangert dies immer wieder massiv an.

Offiziell soll das Planspiel „Food Chain Reaction“ die Verwundbarkeit und Anfälligkeit der Länder hinsichtlich der Ernährung aufzeigen. Umso erstaunlicher ist es, dass auch die Bundesregierung die Landwirtschaft durch Reglementierungen und Subventionsabbau immer weiter einzuschränken versucht, sich von Importen abhängig macht und eine mögliche kostengünstige Energielieferung, wie zum Beispiel die aus Russland, für eine kostengünstige Lebensmittelproduktion aus ideologischen Gründen nicht nutzt. Statt alles für eine deutsche Autarkie im Ernährungssektor zu geben, hat man sich mit der Importabhängigkeit anscheinend abgefunden, da deutsche Bauern, auf ein Jahr bezogen, nur bis zum 20. Februar die Selbstversorgung mit Nahrungsmitteln sicherstellen können. Zu dieser ernüchternden Feststellung kommt Anthony Lee, ehemaliger Bundessprecher des Verbandes "Landwirtschaft verbindet Deutschland e.V.“. (https://net.stattzeitung.org/artikel/2024-03-01-anthony-lee-verbotspolitik-und-ausufernde-buerokratie-zerstoeren-das-bauerntum).

Auch die "Corona-Pandemie" wurde im Vorfeld durchgespielt und mehrfach versucht an den Start zu bringen. "Vogelgrippe", "Schweinepest", "Affenpocken", um nur einige Szenarien aufzugreifen, von denen es dann nur "Covid 19" zur Massenimpfung und globalen Lockdowns brachte. Es ist also von großer Dringlichkeit im EU-Parlament und auch im Deutschen Bundestag die richtigen Fragen zu stellen. An den Antworten kann man ein Muster erkennen. Dieses Muster ist beunruhigend.

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