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Ist das ZDF vertrauenswürdig? Nein!
Ist das ZDF wirklich vertrauenswürdig? Kritik an Fake-News, politischer Beeinflussung im Fernsehrat und…
Der Tod des Hollywood-Stars Val Kilmer hat mich sehr berührt. Es ist vor allem die Tragik seiner Krankheit, Kehlkopfkrebs, durch die Kilmer seine Stimme verlor. Der Mann, der in „Top Gun“ als Kampfpilot „Iceman“ und Gegenspieler von Tom Cruise zu Weltruhm gelangte, und als „Batman“ im Ganzkörper-Kostüm Millionen begeisterte, brillierte auch in Oliver Stones Musikbiografie „The Doors“. In diesem Film von 1991 spielte Val Kilmer die Rocklegende Jim Morrison und sang alle Konzert-Sequenzen selbst. Von Kritikern dem Kinopublikum und selbst von den Doors-Fans dafür hochgelobt. In seinem letzten Auftritt in „Top Gun“ 2022 nutzte Kilmer eine KI-gestützte Stimme, denn seine eigene hatte der Hollywood-Star durch den Krebs verloren. Val Kilmer starb am 1. April 2025 an einer Lungenentzündung, er wurde 65 Jahre alt.
Der streitlustige Star der nie ein Blatt vor den Mund nahm eckte bei vielen Produktionen vor allem am Set im zwischenmenschlichen Bereich im Streit mit Regisseuren an. Kilmer war, was man einen markigen Kerl nennt. Er bestritt lange Zeit seine Erkrankung. In der Dokumentation „Val“ wurde bei den Filmfestspielen 2021 in Cannes der Gesundheitszustand der „Hollywood-Legende“ erstmals thematisiert.
Wie muss es sich anfühlen wenn man seines wichtigsten Kommunikations-Instrumentes, der Stimme, beraubt wird? Durch eine „Sprachprothese“ können sich Menschen denen die Stimmbänder entfernt wurden verständigen. Aber wie ist das bei einem Schauspieler, der wie im Film „The Doors“ zu hören ist, zu seinem mimischen Ausnahmetalent auch über eine „Ausnahmestimme“ verfügte?
Wie ist das überhaupt nicht mehr reden und nicht mehr singen zu können? Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Was für eine Tragik. Keine noch so hoch entwickelte Medizintechnik, und für die hätte der Star sicher all sein Geld ausgegeben, konnte Kilmer vor diesem Schicksal bewahren.
Ein Mann der eine Karriere gemacht hat, die nur sehr wenigen Menschen vorbehalten ist.
Ein Mega-Star der zu einer tragischen Figur wurde und letztlich relativ früh sterben musste.
Ein Mensch der mit anderen Unbekannten ein Schicksal teilt, ist dies für ihn erträglicher weil er soviel erreicht hat, so hoch geflogen ist- oder ist es genau deswegen besonders unerträglich? Das fragte ich mich damals, als die Nachricht vom Tode „Icemans“ über die Nachrichtenticker flimmerte.
In einer ganz anderen Sequenz aber ebenfalls nicht ohne Tragik sagen mir immer wieder Menschen sie hätten in der „Corona-Plandemie“ ihre Stimme verloren. Sie wären einfach verstummt, und dieses Verstummen hätte sich wie eine einzige große Ohnmacht angefühlt. Auch darum haben wir 2022 die stattzeitung.net gegründet.
Wir wollten den Menschen ihre Stimme wiedergeben- und ihnen vor allem auch zeigen: „Ihr seid nicht allein“. Dies gilt noch immer.
Jetzt ist es nicht das Virus sondern die Kriegsgefahr die uns unsere Stimme erheben lässt.
Wir erheben unsere Stimme vor allem mit dem geschriebenen Wort, aber wir lesen jeden unserer Artikel und alle Kommentare laut, damit wir hören wie es sich anhört bevor wir Texte veröffentlichen.
Wie ist es wenn man sich selbst nicht mehr hört? Wenn die eigene Stimme verstummt und man sich nur noch KI-unterstützt verständlich machen kann? Das können wir Val Kilmer nicht mehr fragen. Nur uns selbst. Wir alle kennen Momente, damit gemeint nicht Heiserkeit, an denen uns unsere Stimme versagt. Dennoch ist genau Heiserkeit ja so eine Erfahrung wo wir unsere Stimme schonen und auch Worte nicht verschwenden. Die Stimme nicht ohne Anlass zu strapazieren und sich auf wesentliches zu konzentrieren ist eine gute Methode in einer Zeit in der unaufhörlich jemand etwas zu sagen hat im medialen Dauerfeuer. „Laber“ mich nicht voll, wer kennt das nicht? Und wie sagte einst Herbert Wehner: „Getretener Quark wird nur breit- nicht stark“. Deswegen geben wir auf uns, und auf Sie Obacht, was wir publizieren.
Jedoch, Menschen die unbeschreibliches erlebt haben sagen sie finden keine Worte oder sie hätten keine Worte mehr.
Immer im Streit in der Familie und im Krieg der Mächte sind es am Ende Worte die uns an den Abgrund führen oder retten. Reden macht zuweilen müde vor allem dann, wenn man die Wirkmächtigkeit seiner Worte anzweifelt. Von Schall und Rauch oder dem geduldigen Papier ist dann die Rede. Wie oft haben wir alle schon im Gespräch mit Menschen die uns nicht verstehen wollen oder können resigniert die Achseln gezuckt.
Es gibt Mitmenschen die einander gar nichts mehr zu sagen haben, und vor lauter reden dürfen wir nie vergessen uns auch zuzuhören. Immer dann wenn man überhaupt noch miteinander reden kann sollte man dies auch tun. Ein Wort kann die Welt verändern. Krieg. Frieden.
„This is the End, my only friend the End“, heißt es im weltberühmten Doors-Klassiker.
Val Kilmers Leben ging am 1. April 2025 zu Ende. Der wortgewaltige Super-Star hatte schon lange keine Stimme mehr und es bleibt für den Anhänger der Glaubensgemeinschaft „Religiöse Wissenschaft“ das große Amen.
Wir aber können unsere Stimme nutzen, ja wir können sogar laut werden. Wir sind alle Helden wenn wir für unsere Überzeugungen eintreten. Eine klare Ansage zu machen macht auch angreifbar, aber wer nicht aneckt hat später nichts zu erzählen. Ich wünsche mir das in unserem Land endlich wieder ein ehrlicher Dialog stattfindet und wieder die passenden Worte gefunden werden.
Längst haben wir eine Welt, in der News von Fake News nicht mehr zu unterscheiden sind. Wer hat wirklich was gesagt? Ist das ein Mensch, den ich da sehe? Manche Hinterbliebene wünschen sich einen neuen „Sprechkontakt“ mit ihren verstorbenen Liebsten. Die KI macht den Dialog möglich. Nun können mit AI Fragen gestellt werden, die während Lebzeiten versäumt wurden. Heilsam? Gruselig? Was meinen Sie?
Val Kilmer hat erst seine Stimme, dann vor einem Jahr sein Leben verloren. Das der „Top-Gun-Star“ heute im neuen Film „As Deep as the Grave“ „mitspielt“, wen wundert das noch? Welch sinniger Filmtitel: „So tief wie das Grab".
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