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“Wer unsere Werte lebt, ist uns herzlich willkommen.” Markus Frohnmaier. AfD.
Redaktionsteam: Michael von Lüttwitz und Stef Manzini
- Der Kandidat für das Ministerpräsidentenamt erhielt viel Beifall im Schwarzwald.
- 1.200 Gäste kamen zum Bürgerdialog in die Donauhalle nach Donaueschingen.
- Alice Weidel und Markus Frohnmaier erwiesen sich als Publikumsmagnete.
- Markus Frohnmaier erlebte ”Kontaktschuld” gerade am eigenen Leib.
Markus Frohnmaier kandiert als Co-Landverbandsvorsitzender und Mitglied des Deutschen Bundestags bei den kommenden Landtagswahlen für das Ministerpräsidentenamt in Baden-Württemberg. Er ist dafür bekannt, dass er sein Publikum aufgrund seiner Leidenschaft und Überzeugungskraft mitreißt. Er zeigte wie Alice Weidel der staatlichen Beschneidung der Meinungsfreiheit die rote Karte. Frohnmaier ist überzeugt, dass wir uns auf dem Weg in eine Gesinnungsdiktatur befinden, wenn wir nicht die Reißleine ziehen. Wir müssen für die Freiheit gemeinsam kämpfen, so seine eindringliche Aufforderung an das Publikum.
Mit einem Anflug von Stolz zeigte er auf, dass die Popularität der AfD in Baden-Württemberg und Deutschland bereits so weit vorangeschritten ist, dass die CDU extra einen Psychologen für ihre Klausurtagung holte, auf welcher der Umgang mit der patriotischen AfD strategisch ausgerichtet werden sollte. Das Ergebnis war ein Strategiewechsel gegenüber der AfD. Wurde sie stets als rechtsextrem verunglimpft, soll sie nunmehr eine Partei sein, die fürs Ausland spioniert. Frohnmaier stufte eine derartige Anti-AfD-Kampagne als skandalös ein und bezeichnete CDU-Führungskräfte wie Spahn, Kiesewetter und Merz als ”vaterlandslose Gesellen”.
Zum Abschluss seiner zahlreichen Ausführungen wies er unter starkem Beifall explizit darauf hin, dass in der Migrantenangelegenheit konsequent abgeschoben werden müsse, man diese Forderung aber auch nicht dahingehend missinterpretieren dürfe, die AfD wäre generell gegen Ausländer. Wer unsere Werte lebt, hier eine neue Heimat gefunden hat, unsere Sprache spricht, sich etwas aufgebaut hat, der ist herzlich willkommen. Frohnmaier führte an, dass gerade diese einstmaligen Ausländer heute verstärkt AfD wählen, weil ihnen Deutschland etwas wert ist.
Die AfD sei bereit, Regierungsverantwortung zu übernehmen, denn Deutschland solle endlich bekommen, was es verdient: Politiker, die für Fortschritt, Zukunft und Erhalt unserer Werte einstehen würden. Stürmischer Applaus und ”Standing Ovations” waren der Lohn für Frohnmaiers Versprechen, eine Politik für den Bürger zu machen. Den rund 1.200 Gästen in der restlos gefüllten Donauhalle in Donaueschingen am 25. Oktober 2025 lieferte Markus Frohnmaier Einsichten und Aussichten einer Zukunft, in der er als Ministerpräsident von Baden-Württemberg auch im ”Ländle” einen politischen Umschwung herbeiführen möchte.
Dass in der BRD der gute Ton und das Augenmaß längst verloren gegangen ist, zeigt ein im Grunde unerhörter Fall von Kontaktschuld, betreffend Markus Frohnmaiers Familie. In Donaueschingen thematisierte der AfD-Bundestagsabgeordnete, der sich für das Ministerpräsidentenamt in Baden-Württemberg empfiehlt, den Vorfall betreffend seines Kindes nur kurz. Doch bereits seine knappe Schilderung löste in der Donauhalle große Empörung aus.
Der Filmemacher Imad Karim, stattzeitung.org hatte ihn im Mai 2024 interviewt (siehe “"Jubelnd in den Untergang.“ Exklusiv-Interview mit Imad Karim, Filmemacher.”) postete daraufhin wie folgt: ”Meine Seele kocht vor Wut! Wie kann so etwas in einem angeblich aufgeklärten und kultivierten Land wie Deutschland im Jahr 2025 – und nicht 1933 – geschehen? Durch einen Beitrag von Annedore Schiffer wurde ich auf ein schändliches und zutiefst beschämendes Verhalten aufmerksam: Eltern eines Kindergartens haben eine Petition gestartet, um das vierjährige Kind des AfD-Politikers Markus Frohnmaier aus dem Kindergarten auszuschließen. Den Quellen zufolge wurde Herr Frohnmaier einst als unterernährtes rumänisches Waisenkind adoptiert. Seine Frau stammt aus der koreanischen Minderheit in Russland. Und dennoch wagen es manche Eltern, das Kind dieser Familie auszugrenzen – mit der Begründung, der Vater sei ”völkisch, rassistisch und ein Nazi”. In welchem Land, in welcher Zeit und mit welchen Menschen leben wir? Wie konnten Hass und Ausgrenzung Andersdenkender wieder Einzug halten und unser gesellschaftliches Klima so verrohen, dass man einem, dass man einem unschuldigen Kind die Gemeinschaft entziehen will – nur wegen der für manche unangenehmen Ansichten seines Vaters? Lieber Herr Frohnmaier, ich wünsche Ihnen, Ihrer Frau und vor allem Ihrem Kind viel Kraft und Zuversicht. Möge dieses kleine Wesen so wenig wie möglich von diesem schändlichen Versuch der Ausgrenzung mitbekommen.” Imad Karim, Regisseur von "Plötzlich Staatsfeind".
Dem ist in dieser ”Sache” wohl nichts hinzuzufügen. Bleibt die Hoffnung, dass es bald neue ”Politik” im ”Ländle” und in ganz Deutschland gibt- wo solche Ausflüsse aus längst vergangen geglaubter Zeit nicht mehr möglich sein werden.
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