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Charlie Kirk. Ein Mann wird gekillt, und man reibt sich die Hände.

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Charlie Kirk. Ein Mann wird gekillt, und man reibt sich die Hände.

Der Tod von Charlie Kirk ist in mehrerer Hinsicht eine Tragödie. Zunächst einmal ist da der Mensch. Kirk, ein 31-jähriger Familienvater, hinterlässt Frau und Kinder. Unsere aufrichtige Anteilnahme muss seiner Familie und seinen Freunden gelten. Bei einer Diskussionsrunde in der Utah-Valley-University war der Trump-Freund mitten in seiner Rede von der Kugel eines Attentäters in den Hals getroffen worden, und wenig später seinen schweren Verletzungen erlegen.

”Wer sich in Gefahr begibt, kommt darin um”, so ein Sprichwort. Charlie Kirk lebte gefährlich, denn er hielt gefährliche Reden, die einem Teil der Amerikaner, Dienste und so weiter nicht gefielen. Was für ein mulmiges Gefühl, das nun für Aktivisten die im Rampenlicht stehen zum ständigen Begleiteter wird. Dies gilt auch für Politiker/innen in Deutschland, die sich nicht scheuen, unbequeme Wahrheiten auszusprechen- und zu polarisieren wie Kirk. Welche Angst haben ihre Familien um sie? Wer gibt dadurch auf, zieht sich zurück, weil der Druck zu groß ist? Wer verliert noch sein Leben? Viele nicht prominente Opfer kennt diese Zeit!

Charlie Kirks tragischem Tod, muss man beklagen, wie man den gewaltsamen und sinnlosen Tod eines jeden Menschen unabhängig seiner Hautfarbe, sexuellen Orientierung oder religiösen Zugehörigkeit- und erst recht unabhängig seiner politischen Einstellung, beklagen muss.

Fassungslos erlebt man stattdessen eine beispiellose Hetze, ja Häme in den Medien und Netzen, die den Tod des rechts-konservativen Charlie Kirk frenetisch feiern.

Dass sich selbst eine Moderatorin des Deutschlandfunks in der Mittagssendung als Mithetzerin outet, die sich einer gewissen Häme nicht erwehren konnte, und diese, wie sie selbst sagte, erst später wieder etwas zurückgenommen habe, ist schauderhaft.

Schockiert mich dieses furchtbare ”Ätschi-Bätschi”? Ehrlich gesagt nein- und das ist es, was mich schockiert!

”Nur ein toter Rechter ist ein guter Rechter”, gehört noch mit zu den harmloseren Kommentaren, und alles das zeigt eine Verrohung, die auch vor dem schlimmsten zu erwartbaren Fall dessen, was einem Menschen zustoßen kann, nicht Halt macht, und keine Anteilnahme, keine Pietät, keine Scham kennt.

Andersdenkende niederzuknallen, beispiellose Gewalt, Töten, Exzesse... das Faustrecht der Straße, in welcher Welt leben wir eigentlich?

Man muss nicht die Haltung teilen, die Charlie Kirk an den Tag legte, nicht seine politische Gesinnung, wie auch nicht die anderer exponierten Menschen- aber man darf nicht Hand anlegen an die Schöpfung. Das habe ich so gelernt- und verinnerlicht.

Was wird folgen? Ein ”Aug um Aug und Zahn um Zahn” wie wir es im Nahen Osten erleben?

Ist das die einzige Rettung vor dem Armageddon? Ich weiß es nicht. Die ermordeten Israelis machen wütend, der Tod der Kinder in Gaza macht wütend, die Hinrichtung von Charlie Kirk macht wütend.... das ist ganz normal. Wut entsteht aus Hilflosigkeit.

Die sinnlos lange U-Haft von Johanna Findeisen, Reiner Fuellmich und anderer politischen Häftlinge macht auch wütend.

Machtlos steht man vis-a-vis, und kann das alles manchmal gar nicht fassen, gar nicht verkraften.

Beten hilft immer, sagte unlängst ein Freund. Das stimmt. Man kann zumindest nichts falsch machen. Aber die Zahl derjenigen wächst, denen das allein nicht mehr reicht. Viele sind mit ihrer ”Geduld” und der Hoffnung auf Gerechtigkeit und einem radikalen Umsteuern von all dem, was zu diesen Zuständen führt, am Ende der Fahnenstange angekommen.

Hoffen und beten wir dafür, dass nicht noch mehr passiert, und bewahren wir uns einen Rest Glauben an das Gute in diesen so verrückten- ja geradezu irrsinnigen Zeiten.

Mit nachdenklichen Grüßen,

Ihre Stef Manzini

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