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Windräder im Wald: Stätten des Grauens.
- Mahnwache zum Schutz des Altdorfer Walds zeigte das Zerstörungspotenzial von Windrädern auf.
- ”Netzwerk Naturschutz Allgäu-Oberschwaben” organisierte die Protestaktion.
- Zahlreiche Kreisräte zeigten sich unbeeindruckt von der Veranstaltung.
- Windräder in Wald und Landschaft werden zu Sargnagel-Symbolen für die Umwelt.
- Mit Bannern konkretisierten die Protestierenden die von Windrädern verursachten Schäden.
Die Menschen sind nicht mehr bereit, alles zu schlucken, was ”von oben” kommt. Am letzten Julitag dieses Jahres nutzten Bürger des Landkreises Ravensburg die Gunst der Stunde, um Kreistagsabgeordnete auf ihrem Weg zur Kreistagsversammlung auf die Zerstörung der Lebensgrundlagen durch den Bau von Windrädern im Altdorfer Wald vor Augen zu führen. Die ”Heile-Welt-Kulisse” des Bauernhausmuseums Wolfegg, die Örtlichkeit der Kreistagsversammlung, ließ den Protest besonders eindrucksvoll zur Geltung kommen.
Organisiert hatte die Mahnwache das ”Netzwerk Naturschutz Allgäu-Oberschwaben”, in welchem 17 Bürgerinitiativen vereint sind. Ihr Vorsitzender Armin Kohler hat die stationäre Demonstration mit zahlreichen Helfern organisiert. Er möchte mit der Mahnwache den Verantwortlichen vermitteln, welche negativen Auswirkungen der Windradbau in Wäldern hat. Kohler hat das Gefühl, dass die Fraktionsvorsitzenden und der Kreistag, gewähltes Hauptorgan eines Landkreises, keine Ahnung haben, welche Problematiken der Windradbau im Altdorfer Wald (Waldgebiet, das zum Teil im Verantwortungsbereich des Kreistags liegt) verursacht. Als Untermauerung seiner Ansicht führte er Anfragen zur Grundwassersicherheit an, die von den genannten Stellen ausweichend bis gar nicht beantwortet wurden.
Kohler kennt die Problematik der Zuständigkeiten des Windkraftanlagenbaus auf kommunaler Ebene. Für die Planung der Windräder ist der Regionalverband zuständig, jedoch betrifft die Wasserversorgung, die durch die Windräder massiv gefährdet wird, den Landkreis Ravensburg und damit den Kreistag. Aus diesem Blickwinkel war der Standort der Mahnwache richtig gewählt, um die Kreistagsmitglieder an ihre Aufgabe zu erinnern und obendrein einen Multiplikationseffekt des Protestes zu erzielen.
Mit kleinen und großen Bannern, Plakaten und Protestschreiben agierten um die 200 Kritiker des Windradbaus im Altdorfer Wald. Bereits zwei Tage zuvor fand ein Vortrag zum Thema Schäden durch den Windradbau in Waldgebieten statt, welcher die Zerstörung der Lebensgrundlagen deutlich offenbarte. Bedauerlicherweise war keine Mainstreampresse vor Ort, da sie nicht nur in diesem Fall die Augen vor der Realität verschließt. stattzeitung.org bietet aufgeschlossenen Menschen, frei nach der Devise: ”Alles wie man's dreht und wendet, stet's auf zwei Seiten endet”, die Möglichkeit sich besser zu informieren. Veranstaltungen, welche geeignet sind, die politisch vorgegebene Denkweise aufzubrechen, werden vorsichtshalber von dieser Presse erst gar nicht besucht. So halten die Mainstream-Medien die Realität von der Bevölkerung fern, was zu einem geistigen Gefängnis der Unwissenheit führt. Derart manipulierte Menschen werden zu kopfnickenden Mainstream-Konsumenten, die sich in ihrer vermeintlich heilen, wenngleich verlogenen Welt wohl führen – und das scheint nicht nur politisch gewollt, sondern auch gelenkt zu sein.
Von einem ganz anderen Kaliber waren da die Demonstranten in Wolfegg. Sie zeigten auf, dass der Windradbau den Altdorfer Wald zu einem Raum des Grauens macht, denn mit dem Bau der Anlagen wird der dezidierte Wille der Selbstzerstörung offenbart. Banner mit den Aufdrucken ”Infraschall und Druckimpulse machen krank”, ”Windräder gefährden Grundwasser”, ”Windräder trocknen Wälder aus” oder ”Windräder zerstören Lebensräume” zeigten unmissverständlich das breit gefächerte Gefahrenpotenzial der Windkraftanlagen auf, zumal sie nur Zufallsstrom liefern und damit ineffektiv sind.
Lautstark taten die Menschen ihren Unmut über die politisch eingeleitete Zerstörung ihrer Lebensgrundlagen kund. Die Demonstranten machten deutlich, dass die Windräder zu einem Symbol des Untergangs von Wirtschaftswachstum, Energiesicherheit und gesellschaftlicher Zufriedenheit geworden sind. Obendrein stehen sie als warnendes Monument für arrogantes Politikergebaren, das sich über die Bürger hinwegsetzt. Zu allem Überfluss versucht die Politik Hand in Hand mit der Windradindustrie mit positiv besetzten Begriffen wie “grüne Energie” die Verlogenheit dieser Technik auch noch zu kaschieren. Schaut man hinter die politische Lügenfassade, entpuppt sich die angeblich grüne Energie durch Windräder als Sargnagel, der für Natur- und Lebensraumzerstörung steht.
All diese Facetten und noch vieles mehr wurden auf der Mahnwache von den außerordentlich gut informierten Teilnehmern angesprochen. Peinlich war dabei, dass die Kreisräte, die zu ihrer Versammlung schritten, bis auf wenige Ausnahmen kaum eine Resonanz zeigten. Wenn das die Vertreter der Bürgerinteressen sein sollen, dann haben wohl die meisten Bürger bei der Wahl dieser Kreistagsmitglieder an der falschen Stelle ihr Kreuz gemacht. Umso wertvoller sind Demonstrationen, denn ihre Aktionen offenbaren die wahre Einstellung der Volksvertreter.
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