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Biberach: “Bullen” die grapschen? Eine Prozessbeobachterin fühlt sich belästigt!
- Prozessbeobachterin Susanne H. erlebte die Leibesvisitation als Verstoß gegen die Menschenwürde.
- Frau aus Pforzheim sieht sich als Opfer von Behördenwillkür, und will Anzeige erstatten.
- ”Biberacher Bauernprozesse” kommen nicht aus den Schlagzeilen.
- Haben die Justiz- und Polizeibeamten auf Drängen des Richters Prozessteilnehmer schikaniert?
- stattzeitung.org sprach mit der Betroffenen darüber, wie sie ”kontrolliert” wurde.
”Zweimal strich die junge Polizistin an meinen Brüsten hoch und runter. Sie hat meine Brüste sogar gedreht und geknetet, hat ihre Hände auf meine Brüste gelegt. Mein ”Schritt” wurde ebenfalls äußerst intensiv abgetastet, ich dachte das jetzt auch noch”, Susanne H. Prozessbeobachterin aus Pforzheim.
Sie sei danach fix- und fertig gewesen, schildert die 59-jährige Mutter von zwei Söhnen, und Großmutter mehrerer Enkel. Die gestandene Frau, Susanne H. (Name und Anschrift sind der Redaktion bekannt), ist in Pforzheim Versammlungsleiterin der dortigen Friedensbewegung.
Die Polizeikollegen der jungen Beamtin hätten das alles mitgekriegt, ohne einzugreifen, auch nicht als Susanne H. ihren Unmut und ihr Unverständnis über dieses übertriebene, schikanöse und menschenverachtende Verhalten laut kundgetan hatte, erzählt die immer noch geschockte Frau. Ein Beamter senkte den Blick, vielleicht war er doch beschämt, fragt sich Susanne H.
Scham habe auch sie empfunden und will jetzt eine Anzeige machen, erklärt Susanne H. in einem Gespräch, das stattzeitung.org mit der engagierten und couragierten Aktivistin geführt hat. ”Unter Tränen” fand dieses Gespräch statt, denn das Erlebte brach sich dadurch nochmals Bahn.
Eine weitere beim ”Biberacher Bauernprozess” anwesende Frau namens ”Gabriele” habe sich auch gewehrt, erinnert Susanne H. Dies deckt sich mit Aussagen weiterer Anwesender, die zudem beobachtet haben, dass auch Männer penibel am Gemächt ”betatscht” worden seien.
Dem Rechtsanwalt Ralf Ludwig (er vertrat den angeklagten Unternehmer Daniel Schenk) wäre das sehr peinlich gewesen, berichtet Susanne H. Ob Ludwig für sie in dieser Angelegenheit tätig wird, weiß Susanne H. noch nicht. Die so gedemütigte Frau, die bei vielen Prozessen als Prozessbeobachterin teilnimmt, hat so etwas noch nie erlebt.
”Das soll doch nur dazu führen, dass wir uns nicht mehr in die Prozesse trauen”, vermutet Susanne H.
Zweifelsfrei ist ein Gerichtsgebäude ein schützenswerter Ort, zumal dort nicht immer nur Dinge passieren, die allen gefallen. Das ist klar. Ebenso unbenommen ist die Tatsache das ein Richter Sorge zu tragen hat, dass alles reibungslos abläuft. Dazu war ja auch die Schranke zu passieren, die analog zu Flughäfen auch hier die Besucher auf Metalle überprüfte.
Hatte der Biberacher Amtsrichter Philipp also dennoch explizit verschärfte Maßnahmen angeordnet, die vordergründig alle Teilnehmer des Prozesses vor ”Überraschungen” beschützen sollen- und die dann aus dem Ruder liefen? Gibt es gar von Seiten der Justizbehörden Gefallen an Schikanen, mit denen man ”unliebsame”, da kritische Mitbürger in die Schranken weisen will? Fragen, die geklärt werden müssen. Eine Leibesvisitation, die einer Art von sexuellen Nötigung nahekommt, darf es nicht geben, auch nicht auf Anweisung, auch nicht durch Polizei- oder Justizbeamte.
War die junge blonde Polizeibeamtin also nur übermotiviert, oder gab es klare Anweisungen von Richter Philipp, die Personenkontrollen zum ”Biberacher Bauernprozess” am 22. August 2025 besonders ”gründlich” vorzunehmen? Das ist hier die Frage. Keine Frage ist jedoch: So geht das nicht! Ganz bewusst haben wir hier eine betont provokante Überschrift gewählt. In diesem Falle ist diese ganz und gar nicht respektlos gegenüber Polizisten gemeint, die sich diesen Respekt allerdings auch verdienen müssen. Die Headline ist bewusst gesetzt, um nicht nur auf einen möglicherweise gravierenden Tatbestand aufmerksam zu machen. Nein, auch um Augen zu öffnen, und Empörung zu schüren. Immer wieder werden die Prozessbeobachter der Freiheitsbewegung schikaniert, wenn sie Prozessen beiwohnen wollen. Damit muss endlich Schluss sein, und der ”Rechtsstaat” sollte sich nicht weiterhin diese Blöße geben. Im vorliegenden Fall kann man durchaus von Nötigung sprechen, und von einem Verstoß gegen die Menschenwürde. Beides wäre justiziabel. Ob das dann auch der gleiche Amtsrichter Philipp verhandelt, der es möglicherweise angeordnet hat?
Nicht einmal das würde in diesem ”Rechtsstaat” noch irgendwen wundern.
Einige Artikel unserer Berichterstattung zu den “Biberacher Bauernprozessen”:
- Artikel vom 14.02.2024: “Pfefferspray gegen Bauern. Aschermittwoch der Grünen in Biberach abgesagt.”
- Artikel vom 16.02.2024: “Aschermittwoch Biberach. Pöbelte hier die Polente?”
- Kommentar vom 16.02.2024: “High Noon in Biberach.”
- Artikel vom 19.11.2024: “Aschermittwoch Biberach, jetzt Anklage wegen Landfriedensbruch gegen Bauern.”
- Artikel vom 18.12.2024: ““Er wollte nicht nur Bilder machen, auch von der Grundeinstellung her”, Staatsanwalt Abt in Biberach.”
- Kommentar vom 18.12.2024: “Der Freitag, der 13. in Biberach war ein schwarzer Tag für die Pressefreiheit.”
- Artikel vom 19.12.2024: “HELFT UNS DABEI RECHT ZU KRIEGEN! Patrik Baab zum Urteil von Biberach.”
- Artikel vom 11.01.2025: “Wie kam es zum Urteil gegen die Pressefreiheit in Biberach?”
- Kommentar vom 11.01.2025: “Wenn Einstellung und Haltung als Nötigung bestraft wird, hat die Freiheit der Gedanken ausgedient.”
- Artikel vom 13.03.2025: “Der “Journalisten-Prozess” in Biberach.”
- Artikel vom 17.03.2025: “Wieder Skandalurteil gegen Aschermittwochsbauern.”
- Artikel vom 08.06.2025: “Biberacher Bauernprozess. “Tritt in die Eier” gab's nicht. Bauer trotzdem verurteilt.”
- Artikel vom 19.06.2025: “500 Jahre nach dem Bauernkrieg sind die Bauern wieder einmal der Sündenbock?”
- Kommentar vom 19.06.2025: “Recht haben und Recht kriegen...”
- Artikel vom 25.08.2025: “Wieder Bauernprozess zum “grünen Aschermittwoch” 2024. Stand der Richter der Wahrheitsfindung im Weg?”
- Kommentar vom 25.08.2025: “Biberach bleibt Unrecht!”
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