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Der Fall Fuellmich. Christidis gegen Fischer. Jetzt redet Viviane Fischer.
Viviane Fischer, Corona-Ausschuss, nimmt im Exklusiv-Interview mit stattzeitung.org Stellung zu den schweren Vorwürfen und Anschuldigungen, die Andrea Christidis, im Zusammenhang mit dem Prozess gegen Reiner Fuellmich, gegen sie erhebt. Die Verteidigerin von Fuellmich, Katja Wörmer, bezeichnet die Interviews von Christidis als teilweise inhaltlich falsch.
Wenig bringt die Bewegung mehr in Rage, als wenn verantwortungsvolle Ärzte, charismatische Führungspersönlichkeiten, oder mutige ”Aufbegehrer” scheinbar mutwillig verhaftet werden- und für lange Zeit in Gefängnissen schmachten. Der ”Fall” Reiner Fuellmich und die Anklage wegen Untreue betreffend des ”Corona-Ausschuss” ist so ein Beispiel für Rage, macht aber auch große Teile der Beobachter ratlos. Wenn viel ”Spendengeld” verschwindet, ist dies in erster Linie aufgrund des Vertrauensverlusts immer auch ein großer Schaden für die Bewegung selbst. Man hörte von einer Million Euro, von Degussa-Gold und Häuserkäufen. Der ”Corona-Ausschuss”, ungeheuer wichtig, geriet dadurch ins Gerede. Viviane Fischer und Reiner Fuellmich hatten seinerzeit nicht nur den ”Corona-Ausschuss”, sondern auch den Bundesvorsitz der Partei ”die Basis” gemeinsam inne.
Die forensische Gutachterin und Psychologin Dr. Andrea Christidis fällt seit mehreren Wochen damit auf, öffentlich massive Vorwürfe gegen Viviane Fischer zu erheben. Christidis bezeichnet Fischer auf offener Bühne der Lüge- und erhebt im Zusammenhang mit dem Prozess gegen Fuellmich schwere Vorwürfe gegen die Frau, die mit Reiner Fuellmich einst den ”Corona-Ausschuss” gründete- und diesen zusammen mit dem Arzt Dr. Wolfgang Wodarg bis heute ehrenamtlich weiterführt. Andrea Christidis fragt sich sinngemäß nach ihrem Studium der betreffenden Gerichtsakten öffentlich, warum Viviane Fischer nicht ebenfalls in Haft sitzt, und unterstellt Fischer auch eine Mitschuld an Reiner Fuellmichs Haft. Die Ermittlungen der Staatsanwaltschaft in Sachen ”Corona-Ausschuss-Spendengelder-Veruntreuung” gegen Viviane Fischer sind aber de facto eingestellt.
Nun spricht Viviane Fischer in einem Interview, das wir am 24. Februar in Berlin aufgenommen haben, und verteidigt sich gegen Vorwürfe Christidis, die sie so nicht weiter hinnehmen will. Viviane Fischer bezieht Stellung gegen die Aussagen von Andrea Christidis- und bezeichnet ihrerseits diese als teilweise frei erfunden und absolut haltlos. Andrea Christidis stelle Sachverhalte auf den Kopf, und habe wohl vieles nicht verstanden, was sie den Unterlagen entnommen, aber vollkommen falsch interpretieren würde, so Viviane Fischer.
In diesem Zusammenhang hat stattzeitung.org auch mit der Verteidigerin von Reiner Fuellmich, Katja Wörmer, gesprochen. Die Anwältin Katja Wörmer stellt klar, dass Christidis eigenverantwortlich und nicht durch Fuellmichs Verteidiger motiviert handle. Die Inhalte und Stellungnahmen zum Fall Fuellmich, die Andrea Christidis veröffentliche, seien teilweise inhaltlich falsch. Sie selbst habe Christidis anfänglich sogar darauf hingewiesen.
Viviane Fischer sagt, sie habe inzwischen mehrere Unterlassungsklagen wegen der Falschaussagen von Christidis gegen die forensische Gutachterin i.R. am Laufen, und man treffe sich demnächst auch deswegen vor Gericht. Warum startete Andrea Christidis überhaupt einen regelrechten medialen Kreuzzug gegen Fischer? Soll hier ein Bauernopfer kreiert werden? Versteht sie die Inhalte der ihr zur Verfügung gestellten Unterlagen nicht? Arbeitet sie ungenau und oberflächlich? Gibt es einen anderen Grund für ihr Verhalten? Oder liegt sie mit ihren Behauptungen prinzipiell richtig?
Welche Rolle Viviane Fischer in dem Verfahren wegen Untreue, in dem sich Dr. Reiner Fuellmich seit seiner Verhaftung im Oktober 2023 vor dem Göttinger Strafgericht verantworten muss, überhaupt spielt und was die sogenannten ”Hafenanwälte” (Antonia Fischer, Dr. Justus Hoffmann und Marcel Templin) damit zu tun haben, darüber spricht Viviane Fischer im Interview mit Stef Manzini.
Fest steht: Es geht um Geld. Um sehr viel Geld. 700.000 Euro, die Spender beim ”Corona-Ausschuss” für dessen Arbeit einzahlten. Wo ist das Geld geblieben? Es gibt viele Fragen in diesem Prozess, zu dem sich stattzeitung.org bisher sehr wenig bis gar nicht eingelassen hat- eben, weil wir über Einzelheiten zu wenig wissen, und die Einordnung den Juristen überlassen.
In diesem Interview geht es in erster Linie darum, dass es immer problematisch ist einen Menschen zu beschuldigen, der sich erst einmal überhaupt nicht wehren kann. Das lange Interview, das Andrea Christidis in dieser Sache ”AUF1” gegeben hat, wäre von ”AUF1” mittlerweile wieder ”einkassiert” worden, erklärt Viviane Fischer. Die Inhalte entsprächen nicht den Tatsachen, dies wäre der Grund, so Fischer dazu. Diese Aussage ist insofern bemerkenswert, da Thomas Eglinski (AUF1) im Interview mit Andrea Christidis betont, die Unterlagen lägen der Redaktion vor, und man könne Christidis Aussagen nur bestätigen. Diese Inhalte sind auf diversen Medien nachzuhören, stattzeitung.org möchte hier an dieser Stelle, aus genannten Gründen, jedoch nicht zu deren weiterer Verbreitung beitragen. Immer wieder treten freilich Menschen für Reiner Fuellmich ein, aber gut gemeint ist zuweilen eben nicht gut gemacht.
stattzeitung.org hatte Fragen an Viviane Fischer, denn Andrea Christidis erhebt schwere Vorwürfe gegen sie. Hören Sie Viviane Fischers Antworten in diesem Interview.
Der Corona-Ausschuss wurde im Juli 2020 gegründet, mit dem Ziel einer objektiven Analyse der Gefährlichkeit des Virus und der Folgen der Maßnahmen. Initiatoren und Hauptaktive waren die Rechtsanwälte Viviane Fischer und Dr. Reiner Fuellmich. Weitere Sitzungsteilnehmer (bis Sommer 2021) waren die Rechtsanwälte Antonia Fischer und Dr. Justus Hoffmann, die sog. "Hafenanwälte". Reiner Fuellmich war bis Herbst 2022 dabei. Seitdem führt Viviane Fischer den Corona-Ausschuss mit Unterstützung von Dr. Wolfgang Wodarg weiter. Reiner Fuellmich muss sich nach seiner Verhaftung im Oktober 2023 derzeit vor dem Göttinger Strafgericht verantworten wegen vermuteter Untreue hinsichtlich 700.000 Euro Ausschussvermögens, die sich als Notfallreserve für den Fall unberechtigter Kontensperrung bei ihm befanden. Als Untreue werden auch ca. 600.000 Euro angeklagt durch die monatliche Entnahme von ca. 30.000 Euro für seine Kanzlei für einen E-Mail-Service. Viviane Fischer hatte die von ihr gehaltenen Notfallreserve (100.000 Euro) im August/Oktober 2022 zurückgezahlt, das diesbezügliche Ermittlungsverfahren gegen sie wurde im Mai 2024 mangels Tatverdachts eingestellt. Im Januar 2025 wurde ein weiteres Ermittlungsverfahren gegen Viviane Fischer in Bezug auf Auslagenerstattungen im Zusammenhang mit dem Umbau des Ausschuss-Studios auch mangels Tatverdachts eingestellt.
(Für den Inhalt ist Viviane Fischer verantwortlich.)
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