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Mister 10.000 Volt. Ken Jebsen.
Zum zweiten Sonntagsgespräch der stattzeitung.org durften wir in Überlingen Kayvan Soufi-Siavash alias Ken Jebsen begrüßen. Wie in einem herbstlich-melancholischen Bild in Pastell trafen sich Stef Manzini und Kayvan im ”Ristorante Arena”. Durch das Fenster der Blick auf den nebligen Bodensee. Das Gespräch plätschert allerdings nicht dahin, sondern hat die Kraft eines mit Eiswasser gefüllten Baches, der direkt aus den Bergen kommt. Gute Unterhaltung.
Sich mit Kayvan Soufi-Siavash alias Ken Jebsen nur für ein kurzes Interview zu treffen, wäre ungefähr so, wie von einem vernünftigen und leckeren Gericht, sagen wir einmal Bratkartoffeln, Spinat und Spiegelei, nur die Bratkartoffeln zu essen. Das kann man natürlich tun, aber es wäre doch die pure Verschwendung. Deshalb trafen sich Ken Jebsen und Stef Manzini am Mittwoch, dem 30. Oktober zu einem Sonntagsgespräch. Auch das keineswegs ungewöhnlich für zwei Menschen, die gerne einmal Konventionen hinter sich lassen, wenn es der Information und der guten Unterhaltung dient. Mit Dirk C. Fleck startete stattzeitung.org im Sommer das Format ”Sonntagsgespräche”, und wie es der Zufall, den es ja bekanntermaßen gar nicht gibt, so will, haben wir gleich zwei Gesprächspartner nacheinander, die sich äußerst gut verstehen.
Gut verstehen tun sich auch Manzini und Jebsen, und sie teilen eine große Leidenschaft: die Musik. Deswegen nimmt es Kayvan Soufi-Siavash uns auch ganz bestimmt nicht krumm, dass wir uns den Titel ”Mister 10.000 Volt” von dem französischen Chansonnier Gilbert Bécaud (Monsieur 100.000 Volt) in etwas abgewandelter Form entliehen haben. Wir sind hier etwas deutsch-bescheidener als die Grande Nation, aber Ken Jebsen ist ebenfalls eine Urgewalt. Versuchen Sie das lange Gespräch in Etappen zu sehen, es wird ihnen schwerlich gelingen, denn es plätschert nicht dahin, sondern entfaltet seine Kraft und Geschwindigkeit wie ein Bach mit kühlem Eiswasser, der aus den Bergen kommt.
124 Minuten gute Unterhaltung. Unmöglich, weil zu lang? Nein. Ken Jebsen ?
Kayvan Soufi-Siavash und Stef Manzini über die Macht der Propaganda, Gaza und Ukraine, die Corona-Täter, den großen Richter, Perspektivwechsel zum eigenen Spielfeld, Johanna Findeisen, und neue Medien. Wir wünschen viel Vergnügen und vertiefende Einsichten!
Wer jetzt mehr von Kayvan Soufi-Siavash (Ken Jebsen) haben möchte, der kriegt dies bei seinem Vortrag ”Angst essen Seele auf - Die Macht der Propaganda”. Die letzten Termine für 2024, dreimal in der Schweiz, zweimal in Österreich, am 30. November in Dornbirn, und am 1. Dezember in Wien. Informationen dazu auf: soufisticated.net
Randnotiz, Korrektur: Im Gespräch habe ich gesagt das in den ”Heidenhöhlen”, einem Stollen in Überlingen am Bodensee, in dem Gefangene während des 2. Weltkriegs gearbeitet haben, Juden zur Zwangsarbeit gezwungen wurden. Dies ist falsch. Es waren politische Häftlinge, eben Zwangsarbeiter.
s!!z-Buchtipp:
- Die Macht der Propaganda, Kayvan Soufi-Siavash, Krasser Guru, ohne ISBN
- Der Fall Ken Jebsen oder Wie Journalismus im Netz seine Unabhängigkeit zurückgewinnen kann - Der Macher von KenFM im Gespräch mit Mathias Bröckers, fifty-fifty, ISBN: 978-3946778004
Weitere Informationen finden Sie, liebe stattzeitungs-Leserin, lieber stattzeitungs-Leser, unter: soufisticated.net
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