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"Energie-Lockdown", die neue Normalität.
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Überlingen hat die Stichwahl gewählt. Keiner der beiden Favoriten, der bisherige Amtsinhaber Jan Zeitler oder der grüne Landtagsabgeordnete Martin Hahn konnten die Wähler klar überzeugen. Das gute Abschneiden des Drittplatzierten, Dennis Michels, spricht Bände davon, wie beliebt der Friseur in der Bodenseestadt ist- oder auch wie unbeliebt Zeitler und Hahn bei einem Teil der Wählerschaft sind.
Dass nun zur Stichwahl nur die beiden auf den vorderen Plätzen antreten dürfen, ist ein Dilemma. Dieser zu einem früheren Zeitpunkt gewählte Beschluss ist undemokratisch. Er zwingt die Wähler, die Zeitler und Hahn nicht haben wollen und sich von beiden nicht repräsentiert sehen, am Wahltag zu Hause zu bleiben. Erst wenn es eine Alternative zu den beiden ”Platzhirschen” auf dem Wahlzettel am 1. Dezember geben würde, wäre es eine echte Wahl- die alle Überlinger treffen könnten. So bleibt nun ein ”Bürgermeister der Herzen”, der heißt Dennis Michels- und ein beachtlicher Erfolg für Felix Strenger, der mit auf den Wahlschein zur Stichwahl gehört hätte. Längst ist es, auch in Überlingen, bei Demokraten üblich zu postulieren, 60 Prozent der Wähler hätten sich gegen Zeitler entschieden. Dieses merkwürdige Demokratieverständnis konnten wir auch schon bei den vergangenen Wahlen im Osten betrachten. 60 Prozent haben sich aber demnach auch gegen Martin Hahn entschieden, lieber Herr Stadtrat Ingo Wörner. Trotzdem, Sieger ist, wer die meisten Stimmen erhält, jedenfalls hier in Überlingen, in Sachsen, Thüringen und Brandenburg gilt das schon nicht mehr. Nochmal: Ich halte eine Begrenzung auf Zeitler und Hahn bei der kommenden Stichwahl für undemokratisch und falsch. Überlinger, die ein ”Zeitlersches-Weiter-So” nicht wollen, oder dem Herrn Hahn nicht über den Weg trauen, müssen eine Alternative für ihre Stimme haben! Sorgen Sie also dafür, noch ist Zeit, und freuen sie sich dann an dem guten Gefühl, dass hier niemand ausgeschlossen wird an demokratischen Prozessen.
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