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Reiner Füllmich und Viviane Fischer.
Ist der Fall Reiner Füllmich die politisch motivierte Verfolgung eines Aufklärers, so wie ich es für die “Corona-Mut-Ärzte” ganz klar mit “Ja” beantworten würde? Die ehrliche Antwort, die ich Ihnen geben kann, lautet: “Ich bin mir nicht sicher”. Die einen halten das für höchstwahrscheinlich, die anderen sprechen von einem normalen Justiz-Fall, den sich Dr. Füllmich aufgrund vieler Unklarheiten betreffend dem Verbleib der Spendengelder für den “Corona-Ausschuss” zum großen Teil selbst “eingebrockt” hat.
Auch in Anwaltskreisen ist die Meinung durchaus kontrovers. Ich hatte Gelegenheit mit Prof. Dr. Martin Schwab, sowie mit Füllmichs Rechtsanwältin Katja Wörmer zu sprechen. Dennoch bleiben für mich zu viele Unklarheiten, besonders aufgrund der Vorgeschichte. Die Aussagen verschiedener Seiten der Betroffenen, einmal vom "Füllmich-Lager“, und von Viviane Fischers Seite, lassen für mich nach allem, was ich höre und lese aktuell noch immer viel zu viel Interpretationsspielraum. Fest steht für mich bisher, dass zu viel Geld an Reiner Füllmich floss.
"Axion Resist“, um die forensische Gutachterin Dr. Andrea Christidis, positioniert sich in dieser Angelegenheit ziemlich eindeutig, und sieht Füllmichs politische Verfolgung für gegeben an. Christidis hat auch ein Gutachten zum Fall geschrieben und an die niedersächsische Justizministerin geschickt. Inwieweit das Einfluss haben kann, wird man abwarten müssen. Rechtsanwalt Edgar Siemund hat sich als Experte für Gesellschaftsrecht zwischenzeitlich dem jetzt dadurch vierköpfigen Verteidiger-Team "Füllmich“ angeschlossen. Die Berichte zu Füllmich von "Axion Resist“, und der Gerichtsreporterin Claudia Jaworski beinhalten Fakten, aber auch Mutmaßungen und Meinungen, nachzulesen auf axionresist.com.
Eine maßgebliche Frage für mich ist aktuell, welche Rolle Viviane Fischer in diesem Kontext spielt. Fischer hatte zusammen mit Füllmich den "Corona-Ausschuss“ geleitet, bis es aufgrund der Unstimmigkeiten bezüglich dem Verbleib der Spendengelder zum großen "Knall“ zwischen den beiden kam. Die erstaunte Öffentlichkeit erfuhr über die beachtliche Höhe der Spendengelder. Es geht wohl, laut Fischer, um insgesamt über 2 Millionen Euro, man hörte von "Darlehensverträgen“, Häusern, Goldanlagen, "Gehaltszahlungen“, lernte den Begriff "Hafenanwälte“- und wurde zum Zeugen einer unappetitlichen Schlammschlacht zwischen zwei Rechtsanwälten: Fischer und Füllmich.
Viviane Fischer führt seitdem den "Corona-Ausschuss“ mit Wolfgang Wodarg weiter.
Dr. Reiner Füllmich sitzt seit seiner spektakulären Überstellung aus Mexiko seit rund 10 Monaten in Untersuchungshaft in der JVA Göttingen. Ich sage bewusst nicht Entführung, auch wenn es besser ins Bild passt, denn es gibt da von Behördenseite durchaus legale Mittel und Wege, die hier vermutlich angewandt wurden. Füllmich wird der Straftatbestand der Veruntreuung von Spendengeldern in erheblichem Umfang zur Last gelegt.
Ganz abgesehen davon, dass ich Dr. Reiner Füllmich gerne bald in Freiheit sehen würde, da ich im Vergleich zu täglichen Bluttaten in diesem Land seine monatelange U-Haft als unverhältnismäßig betrachte, und sich diesem Wunsch wohl ein erheblicher Teil der "Bewegung“ und der noch verbliebene Teil der Partei "die Basis“ anschließt, kann ich rein zum Sachverhalt wenig beitragen.
Wenn Sie mich allerdings um meine ganz persönliche Einschätzung bitten würden, dann würde ich Ihnen, liebe stattzeitungs-Leser, zusammengefasst wohl wie folgt antworten: Ich halte Reiner Füllmich für nicht ganz "hasenrein“ (d.h. erklärungsbedürftig). Viviane Fischer ist möglicherweise naiv, aber für mich ist sie keine Kriminelle. Viviane Fischer ist auf freiem Fuß, hat sie sich also in dieser Angelegenheit nichts zu Schulden kommen lassen? Oder ist sie einfach nicht "angeeckt"? Jedenfalls warne ich davor, überall Gespenster zu sehen, und sich allzu schnell zu Urteilen hinreißen zu lassen, die zwar gut ins eigene Narrativ passen- aber deswegen nicht richtig sein müssen. Genau diese merkwürdige Haltung werfen große Teile der Widerstandsbewegung ja dem Mainstream vor. Sollte man also versuchen, selber besser zu machen. Wenigstens versuchen.
Was ich in diesem Kontext gerne beitragen möchte, ist eine Stellungnahme von Rechtsanwältin Viviane Fischer, die sie uns auch bereits zugesagt hat. Eine dubiose Rolle spielen für mich in der Spendenaffäre rund um den "Corona-Ausschuss“, der übrigens immer noch arbeitet, die sogenannten "Hafenanwälte“, sie sind für mich in gewisser Weise Schlüsselfiguren. Tatsächlich habe ich noch immer einen letzten Rest Vertrauen in unabhängige Gerichte, die Klärung bringen müssen, was soll ich sonst machen? Ob das hier einmal in diesem Fall angebracht ist, darf durchaus bezweifelt werden. Auf einer wie auch immer gearteten Empörungswelle möchte ich jedoch nicht mitreiten, sondern Sie, meine verehrten stattzeitung.org-Leser, einfach treu-gut aufklären.
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