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Die weißen Friedenstauben kommen wieder.
- Demo für Weltfrieden am Samstag, dem 20. April ab 10.30 Uhr, Landungsplatz Überlingen.
- Fionn Barnes, Christoph Betz und Barbara Beck laden zu Umzug für Frieden ein.
- Veranstalter sprechen selber und tragen ihre Anliegen vor.
- Mediale Aufrüstung, Schubladendenken und Frieden im Herzen sind Themen.
Es wird wieder eine Friedensdemo in Überlingen geben. In einer Weltlage der Eskalation von Kriegen und kriegerischen Konflikten, Russland-Ukraine, Israel-Palästina-Iran scheint das Eintreten für Frieden vielen Menschen ein Bedürfnis ihres Herzens zu sein. Carlo Masala, Politikwissenschaftler und Kriegsexperte, hält einen Angriff Israels auf dem Gebiet der Islamischen Republik Iran, als Antwort auf deren Angriff auf Israel der vergangenen Samstagnacht für sehr wahrscheinlich. Die Eskalationsspirale wird sich also auch im Nahen Osten vermutlich weiterdrehen. Die Veranstalter der Überlinger Friedensdemo sehen in den politischen Akteuren, ganz besonders von Bündnis 90/Die Grünen, keine Entsprechung zur früheren Friedensbewegung mehr. Das Gegenteil sei der Fall, alle, die sich für Frieden aussprechen würden, wie Rolf Mützenich von der SPD oder selbst der Papst würden harsch kritisiert.
Für den Musiklehrer Christoph Betz, einen der drei Veranstalter der Friedensdemonstration, ist es die medial verstärkte "Kriegstreiberei“, und das fast ausnahmslose Eintreten für immer mehr Waffenlieferungen, die diplomatische Wege zur Vermeidung von immer noch mehr Kriegsleid fast verunmöglicht. Christoph Betz hat die Befürchtung, dass auch wir hier in Deutschland wieder auf einen Krieg vorbereitet werden sollen. Die Bundeswehr wirbt an Schulen, Bunker werden wieder ertüchtigt, im Gesundheitswesen werden Vorbereitungen für viele Verwundete getroffen- alles böse Vorzeichen einer drohenden Katastrophe?
Fionn Barnes möchte das aktuelle Zeitgeschehen erweitern und spannt einen Bogen vom Krieg gegen Unkräuter auf dem Acker, Krieg gegen Bakterien und Viren, Krieg gegen Analphabetismus und so weiter, hin zum tatsächlichen Krieg mit all seinen fürchterlichen Folgen für Mensch, Tier und Umwelt. Für den Öko-Landwirt, der auch das Bild zur Friedensdemo gemalt hat, ist es der innere Ansatz, der hier nicht stimmt. "Äußere Maßnahmen sollen das Innere eliminieren, und die Antwort auf alle Fragen ist immer nur Krieg und Waffen“, sagt der Friedensaktivist nachdenklich.
Die Erzieherin Barbara Beck, die bei dem Gespräch nicht anwesend war, möchte im Dazwischen agieren, ihr geht es darum, wie es sich beispielsweise anfühlt, immer sofort in Schubladen gesteckt zu werden. Man ist für den Frieden betreffend den russischen Angriffskrieg auf die Ukraine- und damit sofort ein "Putin-Freund“.
Alle drei Veranstalter werden am kommenden Samstag ab 10.30 Uhr auf dem Überlinger Landungsplatz an der Seepromenade sprechen, und so ihre jeweiligen Aspekte, die dazu geführt haben, diese Demo zu veranstalten, erklären. Barnes und Betz haben bereits vor zwei Jahren zur Friedensdemo in Überlingen aufgerufen. Der Landwirt aus Herdwangen baute dazu auch mit einem Freund die bekannten weißen Tauben aus Holz, die man am Samstag wieder im Stadtbild sehen wird.
Alle Teilnehmer, die ein Friedensanliegen in ihrem Herzen tragen, sind willkommen, man würde sich freuen, wenn viele Bürger sich am Umzug durch die Überlinger Innenstadt, (Mantelhafen, Münsterstraße, Pflummernplatz, Gradebergstraße, Münsterplatz, Franziskanerstraße, Landungsplatz) beteiligen würden.
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