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Im Land der Schlümpfe.
Falls Sie Ihren Osterurlaub in der Schweiz verbringen, lautet die Antwort auf die Frage: “Sag mal, wo kommst du denn her?” “Aus Schlumpfhausen, bitte sehr.” Als Bahnreisender werden Sie dort wohl gar nicht ankommen. Die Schweiz weist deutsche Züge an der Grenze zurück. Durch die deutsche Unpünktlichkeit sehen die Eidgenossen die eigene Pünktlichkeit gefährdet. Verständlich. Dem deutschen Bahnchef Lutz ist das nicht peinlich, er hat jedoch Verständnis für die kleineren Nachbarn, sagte er gerade im Staatsfernsehen. Was ist im Deutschland 2024 überhaupt je einem der Verantwortlichen peinlich? Lutz befindet sich in bester Gesellschaft der Regierungspolitiker.
Robert Habeck verkauft den Rückgang des Energieverbrauchs listig als seinen eigenen Erfolg. "Wir sind auf Kurs“, sagte er im Hinblick auf das goldene Kalb- Klimaziel. Habeck hat mehr Glück als Verstand. Die Wirtschaft wandert ab, die Unternehmen, die noch da sind, verbrauchen weniger Energie. Mathematik. Das ist wie bei der Luftmessung der "Deutschen Umwelthilfe e.V.“ in Überlingen. "Alles dicht machen“ heißt das Motto der Touristenstadt, könnte vom (Ab)Wirtschaftsminister stammen. Niemand fährt mit dem Auto, weil das gar nicht mehr geht in der Stadt der Sperrungen und Baustellen. Glücklich macht das die Grünen, es treibt zwar den Blutdruck der arbeitenden Bevölkerung, die noch etwas anderes vom Leben erwartet als Stillstand, aber was soll's, Hauptsache, die "Deutsche Umwelthilfe“ ist zufrieden. Apropos Glück: Den Wettbewerb der glücklichsten Menschen gewinnen die Finnen. Deutschland rutscht von Platz 16 auf Platz 24.
Die "Blöd-Zeitung“ veröffentlichte gerade Zahlen, die es in sich haben.
Die Kriminalitäts-Statistik macht endgültig ein Ende mit der schönen Fantasie einer Migrationspolitik à la Bullerbü. "Zahlen lügen nicht“ titelt das Boulevardblatt und zitiert Ministerpräsidenten, die Alarm schlagen. Die Ausländerkriminalität ist erschreckend hoch und liegt beispielsweise in Hamburg bei 49,6 Prozent. Gemeint nicht Straftaten gegen Ausländer, sondern von Ausländern. Überraschung? Wohl kaum, die AfD postuliert das seit Jahren. Peinlich ist das der Innenministerin Nancy Faeser nicht. Die abgewatschte Kandidatin für den Chefsessel in Hessen hat ihren Fokus ja auf ein anderes Ziel gelegt: Faeser jagt Schlümpfe. Die Polizei ist beschäftigt, beispielsweise in Mecklenburg-Vorpommern, wo sie eine 16-jährige Schülerin aus dem Unterricht holte, und ihr eine Gefährderansprache angedeihen ließ. Das Mädchen ist jedoch keinesfalls eine jugendliche Straftäterin oder gar eine gefährliche Terroristin, sie hat nur ein Schlumpfvideo gepostet, mit der Botschaft: "Deutschland ist Heimatland und blau“. Peinlich? Der obersten Personenschützerin sind derartige Gefühle fremd, sie jagt unablässig rechtsextremen Phantomen oder vermeintlichen Umstürzlern nach, die nur in ihrer Phantasie existieren. Faesers Lieblingsschlumpf heißt Fantomas. Für effektive Verbrechensbekämpfung fehlt dann Geld und "Manpower“. Die New York Times spricht aufgrund der neuen "Hexenjagd auf eine Oppositionspartei (AfD)“ in der BRD von einer Diktatur-Light. Die New York Times! Peinlich? Besorgniserregend! Jedoch nicht für die Nancy und ihren Inlandsgeheimdienst. Es gilt Fantomas fangen und zu eliminieren und mit dieser Oppositionspartei bitte auch gleich alle Oppositionsmedien, und am besten alle Meinungsabweichler des diktierten und sakrosankten Meinungsgebots.
Den Krieg in der Ukraine zu beenden, wie von Rolf Mützenich (SPD) im Bundestag laut überlegt, und vom Papst vorgebetet, sei eine große Gefahr für Deutschland, sagt dazu Kathrin Göring-Eckhardt von den Grünen. Peinlich? Ja, peinlich ist Göring-Eckhardt eigentlich immer, aber diese Aussage ist regelrecht verrückt. Frieden ist gefährlicher als Krieg. Stimmt, wenn man die Umsatzbilanzen der Rüstungsindustrie betrachtet. Die totgeschossenen Menschen können sich gegen solche verrückten Aussagen ja nicht mehr wehren. Der Krieg muss endlich aufhören. Auch im Gazastreifen müssen die Waffen schweigen, und die Geiseln freigelassen werden. Das ist ein Gebot der Menschlichkeit.
Die deutsche Infrastruktur, Bahn, Post, Straßen, Brücken, Schulen und so weiter und so fort liegt am Boden, in bester Gesellschaft von Industrie und Stimmung. Den Rahmen eines jeden "Zeitungsartikels“ würde sprengen aufzuzählen, was noch alles im Argen liegt, und im Sekundentakt als Hiobsbotschaften und kompletten Irrwitz auf den geplagten Bürger einprasselt. Sparen wir uns diese Energieverschwendung und wenden uns stattdessen einer guten Aussicht zu:
Es wird Ostern.
Die Bundesregierung strotzt dennoch vor Selbstbewusstsein. Was kümmert es hoch bezahlten "Kriegs-Glücksrittern“ einer neuen "Windrad-Welt“, die in schicken E-Mobilen "Captain Future“ spielen? Die Mehrheit der Menschen ist für Frieden, lehnt Windräder vor ihren Nasen ab, genauso wie E-Auto, die sie bestenfalls vom Bodensee bis nach Stuttgart bringen. Normale Bürger hätten lieber intakte Straßen und pünktliche Züge. Peinlich ist an dieser Tatsache jedoch, dass man immer noch statt genau deswegen auf die Straße zu gehen, orchestriert von Politikern, die uns das alles eingebrocken, gegen die Schlümpfe demonstriert, die noch gar nie in Regierungsverantwortung waren. Ein Schlumpf wer Böses dabei denkt...
Fazit: Land unter. Laune noch drunter. Was soll's? Leben geht weiter, sagte einst ein SPD-Politiker, Franz Müntefering hieß der. Heute würde er einfach sagen: "Das ist Schlumpfhausen, bitte sehr“.
Bewahren Sie sich Ihren Humor, und ein frohes Herz- das hilft.
Ihre

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