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"Wir müssen lernen, keine Bücklinge vor der Macht zu machen“, Ken Jebsen alias Kayvan Soufi-Siavash.
Michael von Lüttwitz und Stef Manzini
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- stattzeitung.org-Interviews mit Ken Jebsen, Michael Ballweg und Remko Leimbach folgen in Kürze.
- Michael Ballweg, Philipp Kruse, Stephan Rietiker und “Ken Jebsen” bei “Aufrecht” in Zürich.
- “Dinner mit Input” von Remko Leimbach und Mirco Pin hatte es mal wieder in sich.
- Der Mensch muss ohne Angst aufrecht gehen, um etwas zu verändern.
- Warum akzeptieren wir, von der Politik belogen zu werden?
- Neue Medien braucht das Land – ohne sie ist alles nichts.
- Leben wir in einer Rechtsstaat- und Demokratiesimulation?
Ein regelrechtes Informationsfeuerwerk zur Demokratie, Freiheit und Gerechtigkeit brannte der Verein "Aufrecht Zürich" mit seinen beiden Organisatoren Mirko Pin und Remko Leimbach- der letztgenannte ist auch Kandidat bei den Schweizer Nationalratswahlen ̶ am 15. September 2023 ab. Kayvan Soufi-Siavash (bekannter unter dem Künstlernamen Ken Jebsen), Michael Ballweg, Philipp Kruse und Stephan Rietiker kamen als Referenten nach Kloten in den Stadtsaal des Konferenzzentrums Schluefweg. Eingebettet war der geistige Input in ein Dinnerprogramm, sodass Gaumenfreuden und Erkenntnisgewinnung bei den gut 400 Gästen des voll besetzten Hauses Hand in Hand gingen. stattzeitung.org war für Sie vor Ort.
Bevor Remko Leimbach als Moderator beim ersten Themenkreis "Kämpfen für Frieden und Freiheit – Strategien, Erfolge, Kosten und Konsequenzen" mit Kayvan Soufi-Siavash und Michael Ballweg in den Podiumsgespräch-Ring stieg, dankte er den neuen beziehungsweise alternativen Medien für ihre publizierten Informationen, die man in den alten Medien nicht liest. Neben den alternativen Medien der Schweiz wurde auch die deutsche stattzeitung.org mit ihrer Gründerin Stef Manzini vorgestellt. Er dankte der neuen Presse für ihre hervorragende Arbeit und verwies auf die größtenteils kostenlosen Berichte, die den Lesern eine Spende wert sein sollten, denn nur so kann freie und faire Information, welche die Leitmedien nicht mehr bieten, aufrechterhalten werden.
Ich bin nicht besonders mutig, nur schlecht im Kriechen, war Kayvan Soufi-Siavash aufsehenerregender Einstieg in die Gesprächsrunde. Er zeigte auf, dass ein Kleinkind kriechend die ersten Welteindrücke erlebt und dann Laufen lernt, also aufsteht und aufrecht die Welt ohne Angst erkundet. Das ist für ihn und sollte für alle Motivation sein, entgegen vieler Ängste, die von Staatswegen und anderen Seiten geschürt werden, aufrecht zu stehen und durch die Welt voller Widerstände zu gehen.
Soufi-Siavash zeigte auf, wie staatliche Machtstrategien mithilfe der gefügigen Leitmedien funktionieren, um den Bürger zu beugen und nicht gebeugte Menschen auszugrenzen. Menschen müssen wieder lernen zu widersprechen, Menschen müssen wieder lernen "NEIN" zu sagen, wenn das Establishment mit Forderungen kommt, die das Leben der Menschen einengen und den Meinungskorridor der Menschen begrenzen, war eine seiner Aussagen. Dabei darf neben der Kopfarbeit, geprägt von Vernunft und eigenen Urteilskraft, die Gefühlsebene, die den Pfad von richtig und falsch intuitiv vorgibt, nicht vergessen werden. Das Leben muss sich wieder anfühlen können, nicht nur funktionieren, war seine Botschaft.
Die Politik betrügt uns andauernd – warum akzeptieren wir das, war Soufi-Siavashs einfache Frage. Und er hatte auch die Antwort bereit: Weil wir uns damit abgefunden haben, das geringste Übel zu wählen, weil wir uns damit abgefunden haben, das Beste vom Schlechtesten zu akzeptieren. Solange sich die Menschen damit begnügen, solange Menschen es sich gefallen lassen, betrogen zu werden, solange Menschen Bücklinge machen, wird der Souverän das weitermachen, was er bislang mit den Menschen immer gemacht hat, resümierte Soufi-Siavash.
Um gegen entsprechende politische Machenschaften anzugehen, bedarf es eines Teamwork. Man muss von den Veranstaltungen des WEF (World Economic Forum) in Davos lernen und aktiv werden. Es nutzt nichts, auf einer Demonstration mit einem Schild zur Änderung aufzurufen, man muss die Änderung machen, gab Soufi-Siavash vor. Und man darf keine Angst haben, schob er nach, denn sonst kommt es gar nicht erst zur Möglichkeit der Änderung. Ein Weg ist nach seiner Meinung die Gründung von Bürgerinitiativen, die den "Schlafschafen" aufzeigen, dass es "die da oben" ganz und gar nicht gut mit uns meinen. Und, so führte er fort, man muss die neuen Medien unterstützen, nicht irgendwann, sondern jetzt, sofort. Denn sie sind das Sprachrohr, das für die Menschheit arbeitet. Sie bringen die Botschaften in die Welt. Diese Arbeit muss man unterstützen, denn ohne sie gibt es keine neue Welt. Soufi-Siavash verwies im Weiteren auf Idole wie Jesus von Nazareth, Rudi Dutschke, Martin Luther King jr., Julian Assange und etliche mehr: Sie hatten den Mut, selbst zu handeln. Diesen Vorbildern sollten wir nacheifern, wenn wir etwas zum Positiven wenden wollen, waren seine mahnenden und motivierenden Worte.
"Ich dachte, das Rechtssystem in Deutschland funktioniert", damit stieg Michael Ballweg in die Gesprächsrunde ein. Er war nach seinen Worten überzeugt, dass nach zwei Großdemos, über welche die Leitmedien gemäß ihrem journalistischen Auftrag berichten, der Corona-Spuk vorbei wäre. Neun Monate Untersuchungshaft wegen eines angeblichen Gedankenverbrechens zeigte ihm die Naivität seiner Annahme von einem funktionierenden Rechtsstaat. Nach seinem Dafürhalten leben wir in einer Rechtsstaat- und Demokratiesimulation.
Ballweg ist vorausgegangen, was er für sehr wichtig und richtig empfindet. Dabei hat er die Willkür des Staates gespürt. Das vermittelte im Gegensatz zum Aufruf und zur Durchführung von zwei Großdemonstrationen kein Gefühl von Freude. Er sieht darin eine Prüfung des Lebens. "In der Untersuchungshaft hatte ich viel Zeit zum Nachdenken", konstatierte Ballweg. Dabei erkannte er, dass alle Widerstände gegen staatliche Maßnahmen wie die 1968er Bewegung, die Anti-Atomkraft-Demos oder die Corona-Aktionen nach dem gleichen Muster ablaufen, als wäre alles in einer Wiederholungsschleife.
Ballweg sieht in der außerparlamentarischen Opposition eine Chance zur Veränderung bei der Anti-Corona-Bewegung. Seiner Vision nach müsste ein neues System installiert werden, mit richtigen Veränderungen wie alternative Schulen, alternatives Geld, alternative Nahrungsversorgung und, und, und. Menschen müssen sich vernetzen, Menschen müssen sich Mut machen, Menschen müssen sich informieren und sie müssen diese neue Welt selbst schaffen, denn die Gegenseite schafft diese neue Welt nicht. Vielmehr wird sie alles unternehmen, auch auf rechtlicher Ebene, um dieses Vorhaben zu unterbinden, waren treffende Schlussworte von Ballweg.
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