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CSD. Gender-Gaga. Freie Liebe. Kinderschutz.

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CSD. Gender-Gaga. Freie Liebe. Kinderschutz.

Zwei Tage vor dem historischen 1. CSD (Christopher Street Day) in Überlingens 1.250-jähriger Stadtgeschichte führte stattzeitung.org ein Gespräch mit zwei schwulen Männern. Dem Friseur Dennis Michels und "Schwester" Agnetha-Maria vom Orden der "Perpetuellen Indulgenz". In einer Zeit, in der sehr viel über Gender-Gaga geredet wird, spricht Stef Manzini nicht über, sondern mit zwei Aktivisten der LGBTQ+ (L - lesbian (lesbisch), G - gay (schwul, im Deutschen wird auch der Buchstabe S verwendet), B - bisexual (bisexuell), T - transgender (transsexuell), Q - queer (wortwörtlich: komisch) + pan/omni und viele mehr) Community.

Dennis und "Agnetha" fordern mehr Toleranz, ja Akzeptanz für individuelle Lebensentwürfe, und die Liebe gleich(geschlechtlich) jedweder tradierter Normen. Dafür steht der CSD-Überlingen. Wie stehen die beiden aber zu Kinderschutz, und was denken sie über die klassische Familie als Mittelpunkt der Gesellschaft? Sehen die Aktivisten schwere Zeiten auf sich zu kommen, basierend in einer totalen Überforderung der Gesellschaft, oder ist dem gar nicht so, und einige Hardliner zünden absichtlich Nebelkerzen? Ein schwieriges Gespräch mit sehr viel Herzenswärme, das letztlich aber mehr Fragen offenlässt als Antworten gibt. Weil das so ist, haben sich Dennis Michels, "Schwester" Agnetha-Maria und die Redakteurin der stattzeitung.org erneut zum Gespräch verabredet. Schön wäre eine offene Diskussion mit vier Teilnehmern mit vielen "Pro- und Contra-Themen", aber immer pro gegenseitigem Respekt, und ohne jegliche Ausgrenzung. Diese Ausgrenzung haben viele Menschen während der "Corona-Plandemie", erleben müssen, ganz bestimmt kommt daher eine besondere Sensibilisierung gegenüber der Stigmatisierung von Minderheiten oder Andersdenkenden. Aber eben auch ein wacher Blick auf jedwede Propaganda, auf die Gefährdung schutzbedürftiger Gruppen, die nicht nur Transmenschen, sondern auch Kinder sein können, und ein tiefer Blick, was überhaupt zu welchem Zwecke stattfinden könnte. Einig waren sich die drei Gesprächsteilnehmer in einer Sache: Man muss viel mehr miteinander sprechen als übereinander zu reden.

Dass der Überlinger Oberbürgermeister Jan Zeitler ein Grußwort zum CSD spricht, ist gut. Überlingen, eine bunte und weltoffene Touristenstadt, ist ein Imagegewinn. Dass Zeitler diese "Toleranz" gegenüber den "Montags-Demonstranten" in Sachen "Corona-Maßnahmen-Kritik" nie aufbrachte, hingegen eher ein Zeichen für Opportunismus. Offenheit sollte generell für Andersdenkende gelten, insofern sie mit beiden Beinen auf dem Grundgesetz stehen. In Überlingen leben vermutlich mehr "Ungeimpfte" als Homosexuelle- auch hier täte Versöhnung gut.

Hinweis:
stattzeitung.org plant ein Gespräch mit einer belgischen Gynäkologin, die seit 20 Jahren auf dem Gebiet zu den Folgen hormoneller Therapien zur Geschlechtsumwandlung forscht. Sie erkennt unter anderem ein hohes Krebsrisiko darin.

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