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Wissenschaft und postmoderner Totalitarismus, Vortrag von Prof. Dr. Michael Esfeld

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Wissenschaft und postmoderner Totalitarismus, Vortrag von Prof. Dr. Michael Esfeld
Bild: Prof. Dr. Michael Esfeld
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Gastautor: Gabriele Fröhlich

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Die Veranstalterin Gabriele Fröhlich gibt in einem Gastbeitrag einen Einblick in ihre Beweggründe, Michael Esfeld als Vortragsredner auf den Andreashof in Überlingen-Deisendorf einzuladen. "Mir tun moralisch stärkende Vorbilder gut, ich brauche sie", Gabriele Fröhlich. Donnerstag, 20. April 2023, 19:30 Uhr, Andreashof, Überlingen-Deisendorf, Eintrittspreis 12 Euro.

Hiermit möchte ich Ihnen den Vortragsabend mit Prof. Dr. Michael Esfeld am Donnerstag, dem 20. April 2023 um 19:30 Uhr im Saal des Andreashofes in Deisendorf ankündigen. Wie Sie dem Plakat entnehmen können, hat Prof. Esfeld seit mehr als 20 Jahren den Lehrstuhl für Wissenschaftsphilosphie an der Universität Lousanne inne, ist seit 2010 Mitglied der Leopoldina und gehört dem akademischen Beirat des Liberalen Instituts der Schweiz an. Er ist Autor umfänglicher Publikationen und Buchautor. So auch Co-Autor mit Christoph Lütgens des spannenden Buches "Und die Freiheit?".

Wahrgenommen von einer großen Öffentlichkeit, trat Prof. Esfeld Anfang Dezember 2020 auf den politischen Plan. Er ersuchte in einem offenen Brief den Präsidenten der Leopoldina, Gerald Haug, seine Stellungnahme im Namen der Wissenschaft zugunsten der Lockdownmaßnahmen der Regierung, zurückzunehmen. Er warf Gerald Haug, fundiert argumentierend, Unredlichkeit und einen Missbrauch der Wissenschaft vor und positionierte sich damit entgegen einer auf Konsens trainierten Übermacht und trat für eine offene wissenschaftliche Debatte ein.

Ich selbst wurde durch die Lektüre des kleinen aber starken Buches "Von der Steinzeit zum Great Reset" von Johannes Kiersch, geb. 1935, Ausbilder in der Waldorfpädagogik und Autor, und dessen empfehlenden Hinweis auf Prof. Esfeld und seinen großen Aufsatz  "Die Rückkehr des Koĺlektivismus" in der Zeitschrift "Das Goetheanum" Ausgabe Oktober 2020, aufmerksam. Mit viel innerem Gewinn las ich diesen Aufsatz (er ist downloadbar), der gut verständlich und lebendig die komplexen Verhältnisse der Entstehung des modernem Rechtsstaates und freier Wissenschaft behandelt. Und wie wir uns aktuell bereits in postmodernen Verhältnissen befinden, die sich zunehmend totalitär gestalten und uns damit unsere Grundrechte nehmen. Der Aufsatz bespricht auch unsere durch Ängste blockierte Verfassung, die uns daran hindert, die politischen und gesellschaftlichen Vorgänge - und kursierenden Informationen - selbst denkerisch zu beleuchten und zu beurteilen. Zumal die kontroverse Debatte darüber systematisch verunmöglicht wurde.

Ich befasste mich dann mit Arbeiten von und den Interviews mit Prof. Michael Esfeld.

Was ich, und sicherlich die meisten von Ihnen, als Wissen und Ausrichtung in mir habe, aber teilweise nur im Gefühl erfasse, bringt er zu voller Gedankenklarheit. Dies tut gut und stärkt mich. Er ordnet die Begriffe und befreit sie von Verdrehung und Umdeutung. Lebt Unerschütterlichkeit und Souveränität durch dieses eigene Denken vor. Und bleibt freilassend im Gefühl durch seinen klaren, besonnen Stand, auch da, wo er scheinbar contrafaktisch oder entgegen der seit zwei Jahren befestigten öffentlichen Meinung argumentiert.

Mir tun moralisch stärkende Vorbilder gut, ich brauche sie. So gut ich kann, bin ich mit Werken und Taten großer Menschen wie Rudolf Steiner, Gandhi, Solowjew, Paulus, Beuys, Hans und Sophie Scholl in Berührung. Und so freue ich mich darauf, die persönliche Begegnung mit Prof. Esfeld als herausragend mutigem Zeitgenossen an diesem Vortragsabend, - hoffentlich mit Vielen von Ihnen zusammen- erleben zu dürfen.

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