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Angst essen Seele auf!

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Angst essen Seele auf!
Bild: Michael von Lüttwitz
Bild: Michael von Lüttwitz

Die stattzeitungs-Autorin und Ärztin für psychotherapeutische und psychosomatische Medizin, Dr. med. Cornelia Morche, hat sich aufgrund des Vortrags von Astrid Stuckelberger und Philipp Kruse, zum Thema WHO und der von der Weltgesundheitsorganisation quasi verordneten Dauerangst Gedanken über das Thema gemacht. Diese Gedanken hat sie hier aufgeschrieben.

Seit drei Jahren lebt ein großer Teil der Bevölkerung mehr oder weniger in einer Dauerangst, Angst vor einem unsichtbaren Virus, das angeblich eine tödliche Seuche auslösen kann, und dem die Menschen hilflos ausgeliefert sind, wenn nicht die richtigen Maßnahmen ergriffen werden. So ist es zu hören, von der Politik und in den großen Medien. Und wenn es mal nicht um Corona geht, dann ist es Putin oder die Klimaveränderung, wovor sich die Menschen fürchten müssen.

"Es widerspricht ethischen Grundregeln der Menschlichkeit, mit Angst zu arbeiten", war eine der elementaren Gedanken, die sich wie ein roter Faden durch den Vortrag (Die WHO. 2021 wurde das experimentelle "Impfen“ gestartet.) von Astrid Stuckelberger, der ehemaligen WHO-Mitarbeiterin, zogen. Die stattzeitung.org hat ausführlich über die Veranstaltung in der Schweiz berichtet. "Über die Verbreitung und permanente Aufrechterhaltung von Angst, wie es derzeit über das Pandemie-Narrativ geschieht, ist totale Kontrolle und Machtausübung möglich", warnte sie eindringlich.

Mit Angstmache zu arbeiten, ist ein bewährtes Mittel, um Menschen einzuschüchtern. Und Angst wirkt immer, Angst muss wirken, sonst würde es Menschen auf der Erde schon lange nicht mehr geben. Angst ist der elementare Schutzmechanismus, der das Überleben sichert. Reflexartig wird Angst ausgelöst, sobald ein Mensch in eine bedrohliche Situation gerät, damit er sofort und intuitiv reagieren kann, im klassischen Sinn mit Kampf oder Flucht, unter Umständen auch mit einem Totstellreflex. Es muss in dem Moment extrem schnell gehen, zum lange Nachdenken ist da keine Zeit. Aufgrund der Gefahrenwahrnehmung werden im Körper sofort sogenannte Stresshormone ausgeschüttet, die extreme körperliche Leistungen ermöglichen, vor allem im Herz-Kreislaufsystem und der Skelettmuskulatur. Im ursprünglichen Sinn würde der Mensch davon laufen oder kämpfen, wenn er plötzlich dem Säbelzahntiger gegenüber steht, dabei geschieht die Art der Reaktion intuitiv und schnell. Gleichzeitig werden alle in dieser Phase nicht notwendigen körperlichen Abläufe wie Verdauung oder Infektionsabwehr heruntergefahren.

Nach überschaubarer Zeit wäre schließlich klar, ob die Aktion erfolgreich war, und ob derjenige in Sicherheit ist. Dann wird die Stressreaktion heruntergefahren und Erholung setzt ein. Alles, was während Kampf oder Flucht nicht geht, wird dann nachgeholt, Essen, Trinken, Schlafen, das Immunsystem kann wieder arbeiten, man kann sich freuen, lachen, mit Freunden zusammen sein und leben. Auch das braucht seine Zeit, und danach kann sich der Mensch wieder neuen Aufgaben zuwenden. So haben die Menschen sich evolutionsmäßig entwickelt, und so hat es lange Zeit funktioniert.

Aber jetzt wird der Bevölkerung über Radio und Fernsehen permanent von der großen Gefahr berichtet, in der sie sich angeblich befindet. Normalerweise nehmen Menschen eine Gefahr über ihre Sinne wahr, sie hören, sehen, riechen, schmecken oder tasten Gefahr, aus dem Unterbewusstsein heraus. Das angeblich so gefährliche Virus ist mit bloßem Auge aber nicht zu sehen, deshalb werden im Fernsehen oder der Zeitung entsprechende Bilder gezeigt. Die Bilder von den sich stapelnden Särgen, der erschöpften Pflegekraft im Krankenhaus oder dem stilisierten Coronavirus in allen Varianten werden die meisten Menschen wohl nie mehr vergessen. Dazu kamen emotionale Erklärungen, beispielsweise die Schuld des kleinen Kindes am Tod der Oma, weil es nicht genügend aufgepasst hat. Und als sei es noch nicht genug, wurde über verschiedene Maßnahmen die Gefährlichkeit der Situation demonstriert. Es gab Schulschließungen, Quarantäne, Masken, Tests, Besuchsverbote, Ausgangsverbote, Kontaktbeschränkungen, Sport war nicht mehr möglich, der Spielplatz abgeriegelt und vieles mehr. Angst machen wurde zum Dauerthema, und ständig neue und wechselnde Regeln verstärkten die Hilflosigkeit der Menschen. Die Bevölkerung wurde quasi in eine Art Angsthypnose versetzt, oder man kann auch von einem kollektiven Wahn sprechen. Alle normalen, gesunden Ausgleichs- und Erholungsreaktionen finden dabei nur eingeschränkt statt, das Denken bleibt vernebelt.

Angst wurde schon immer als Herrschaftsmittel eingesetzt, es ist so einfach, so wirkungsvoll, und so dämonisch. Denn Angst macht schwach, hilflos, und schaltet das Denken aus, und damit wird der Mensch steuerbar. Dauerangst schwächt die Seele und den Körper. Und da die Bevölkerung nicht nur vor dem unsichtbaren Virus Angst haben soll, sondern jeder auch noch vor seinem Mitmenschen, die ja alle gefährliche Virusträger sein können, wird geraten, sich möglichst voneinander zu separieren. Das setzt dem ganzen sozusagen die Krone auf, denn der Mensch ist von seiner Natur her ein soziales Wesen. So prangerten auch Astrid Stuckelberger und Philipp Kruse, am 13. Januar im schweizerischen Turbenthal im Kanton Zürich, genau diese Instrumentalisierung der Angstmacherei vehement an. Vermutlich lässt sich überhaupt auch so nur verstehen, wieso derart viele Menschen in ihren jeweiligen Arbeitsbereichen so fundamental gegen jegliche bisher erprobte, bewährte, anerkannte und geltende Regeln verstoßen haben. Wie können Ärzte zu Gentherapien raten, deren Mechanismen und Auswirkungen vollkommen unzureichend erforscht sind? Wie können Lehrer den Kindern das Tragen von Masken vorschreiben? Wie können Staatsanwälte und Richter offensichtliche Widersprüche zwischen Vorgaben, die "Impfung" ist sicher und schützt, und Ergebnissen wie ungewöhnliche Krankheiten und steigende Sterberaten nicht hinterfragen, sodass zum Beispiel unerwartete Todesfälle nicht durch Obduktionen geklärt werden? Wie können die großen Medien die vielen Widersprüche tolerieren, das alles nicht breit und offen recherchieren?

Dieses Korsett der Angst muss abgeschüttelt werden, und das geht. Es ist leichter als gedacht. Dazu gehört, zum selber Denken zurückzufinden. Und dann vom Denken zum Fragen kommen. Zum Nachforschen, und bereit sein, unterschiedliche Sichtweisen zuzulassen.

Ein paar Einstellungen sind dabei hilfreich. Leben ist von Natur aus gefährlich. Es gibt sehr viele Gründe, weshalb ein Leben zu Ende gehen kann, manchmal früher, meistens jedoch mit höherem Alter. Dabei ist es vollkommen unsinnig, sich auf eine einzige Gefahr wie ein Virus zu fokussieren. Davon abgesehen leben die Menschen seit Tausenden von Jahren mit Viren zusammen, sie sind nicht ihre primären Feinde, sie spielen sogar in der Evolution des Lebens eine konstruktive Rolle. Auch zur Weiterentwicklung sind Viren notwendig, ohne sie würde die Menschheit aussterben. Ähnlich ist es mit Bakterien, auch sie werden bei vielen körperlichen Funktionen gebraucht, zum Beispiel bei Verdauungsvorgängen. Nur ein paar wenige der Viren oder Bakterien können unter bestimmten Bedingungen gefährlich werden, die meisten tun gut, und interessanterweise gilt dieser Satz auch für Menschen.

Die nächste Grundeinsicht hat mit den zwei Seiten einer Medaille zu tun, oder anders ausgedrückt, alles hat seinen Preis. Wenn ein Ziel verfolgt wird, muss, um es erreichen zu können, auf etwas anderes verzichtet werden. Diese Grundfrage lohnt es sich immer wieder klarzumachen. Dabei taucht auch unweigerlich die Frage nach einer Wahl auf, zwischen welchen Dingen kann sich jemand entscheiden, und was ist dann der jeweilige Preis dafür? Wenn jemand wirklich nie einem Virus begegnen wollte, müsste er in einer Art Astronautenanzug oder einem Glaskasten Tag und Nacht für immer leben – ob er das will?

Und die dritte Grundüberlegung betrifft die eigene Verantwortlichkeit. Der Mensch ist ein soziales Wesen, aber trotzdem ein eigenständiges und einzigartiges Lebewesen, und jeder ist für seine Entscheidungen und den daraus entstehenden Folgen selbst verantwortlich. Die gesamte zivilisatorische Entwicklung fußt auf dieser Vorstellung und ist Grundlage des gesellschaftlichen Lebens. Menschen wollen nicht in einer Dauerangst leben, sie brauchen es nicht, sie können Tschüss und Ade sagen und sie ziehen lassen, wenn ihre Zeit vorbei ist.

Es helfen drei einfache Dinge, die jeder tun kann, um der Angst keinen Raum zu lassen:

Dr. med. Cornelia Morche, Ärztin für psychotherapeutische und psychosomatische Medizin, ist seit fast einem Jahr als Autorin bei stattzeitung.org mit an Bord. Ihr Spezialgebiet sind alle medizinischen Themen, denen sie sich jetzt nach Ende ihrer beruflichen Laufbahn mit viel Fachkenntnis in ihren Texten widmen kann. Wir freuen uns sehr, dass Cornelia komplexe medizinische Inhalte so einordnen und erklären kann, dass wir alle sie verstehen können. Cornelia Morche liebt den Schwarzwald und Italien, hat drei Söhne und zwei Enkel.

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