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Die alten (Medien) haben abgewirtschaftet
- Eine Reportage zur Demo in Ravensburg von Hauptrednerin Stef Manzini.
- Mahnwache vor "Schwäbisch-Media".
- Kranzniederlegung zum Gedenken an den "Tod" der Pressefreiheit.
- Todesfall "Kellermayr" vom Südkurier instrumentalisiert.
- Rechtsanwältin Cornelia Letsche fühlt sich von ARD verschaukelt.
- Der Kreisverband der "Basisdemokraten" war Veranstalter.
Ravensburg, Donnerstag, der 4. August 2022, kurz vor 17 Uhr zeigt das Thermometer im Auto 37 Grad. Aus dem gekühlten Fahrzeug durchs Parkhaus an der Karlstrasse kommend trifft mich die Hitze draußen, und lässt mich an einen Sommertag in Genua denken.
Joachim Kaiser, Vorstandssprecher von „die Basis“ im Kreisverband Ravensburg hat mich zur Mahnwache vor dem Medienhaus der „Schwäbischen Zeitung“ eingeladen. Seiner Bitte um einen Redebeitrag von circa 20 Minuten Dauer möchte ich gerne nachkommen.
Ich trage einen "Spickzettel" bei mir mit Notizen zum Thema "Pressefreiheit- und wohin sie denn gegangen ist". Vor ein paar Tagen hat sich die österreichische Ärztin Lisa-Maria Kellermayr, eine aktive Befürworterin der "Corona-Impfung" das Leben genommen. Sie war, so steht es im "Netz" und beispielsweise im Zitat der "taz-Berlin" von "Impfgegnern zu Tode gehetzt" worden. Wieder einmal erkenne ich die eigentlich gnadenlose Einseitigkeit mit der Meinung gemacht, mit der Spaltung betrieben wird. Ich denke an meine Recherchen und habe dazu auch den Text gelesen, den die österreichische Partei "MFG" veröffentlicht hat. Ich bin noch immer sehr betroffen von diesem Ereignis, und beschließe spontan eine Schweigeminute an den Anfang meiner Rede zu stellen. Die Demonstranten folgen alle meiner Aufforderung, manche sind etwas verwundert darüber, denn wie ich später erfahre, haben sie vom Fall "Kellermayr" noch gar nichts gehört.
Gegenüber "Schwäbisch-Media" erwartet uns, meine Autoren-Kollegin Cornelia Morche ist mit mir nach Ravensburg gekommen, eine kleine Menschengruppe. Wir werden sehr herzlich begrüßt, man kennt die stattzeitung.org, liest uns aufmerksam- und darüber freue ich mich. Die Bäume spenden etwas Schatten zwischen der breiten Autostraße und der Stadtmauer. Mir fällt ein Infostand auf, auf dem Tisch liegen Prospekte der "Aktion-Leuchtturm-ARD", dazu gibt es ein Statement von Joachim Kaiser im Anschluss an diesen Text. Eine Musikerin, Sabine Essig, wie ich später erfahre, hat mit ihrer Ukulele auf dem Grünstreifen Platz genommen und singt gefühlvoll und einstimmend. Die Tettnanger Rechtsanwältin Cornelia Letsche ist ebenfalls anwesend, sie wird nach mir sprechen. An die Mauer angelehnt steht der große Kranz mit den Schleifen auf denen heißt es sinngemäß: "In Gedenken an die unabhängige Berichterstattung und freien Journalismus, geboren 1973, gestorben 2020". Joachim Kaiser und seine Vorstandskollegin Iris Cassier begrüßen die rund 50 Teilnehmer der Aktion.
In meiner Rede erkläre ich zu Lisa-Maria Kellermayrs Tod, dass ich jedes Opfer der sogenannten "Pandemie" und der vor allem durch die Medien gemachten Stimmungslage durch die "Spaltung" entsteht, bedaure. Der tragische Tod der jungen, offenbar psychisch kranken Ärztin ist geradezu ein trauriges Lehrstück dafür. Ich könnte den Anwesenden noch einiges zu Lisa-Maria Kellermayr sagen, die monatelang "Ungeimpfte" diffamierte, aber das verbietet sich mir aus Respekt im Angedenk ihres Todes. Dieter Löffler, Südkurier-Politik-Chef aus Konstanz, ätzt hingegen sofort los, und bezeichnete Kellermayrs Tod in seinem Kommentar vom 2. August als "Sieg eines Hassmobs", damit meint er die sogenannten "Impfgegner". Dieser Todesfall dürfe die Deutschen nicht kaltlassen, wird der Südkurier-Redakteur in seinem Sprech pathetisch. Die undifferenzierte Diskreditierung aller, die in "Corona" nicht auf Linie sind, funktioniert ganz genau so. Herr Löffler, Journalisten wie Sie tragen die Schuld daran, möchte ich ihm zurufen. Ich wünsche mir, dass der allzu eifrig aburteilende Kollege aus der Südkurier-Chefetage einen Text dazu gelesen hätte, den die österreichische Partei MFG (Menschen, Freiheit, Grundrechte) dazu veröffentlicht hat, die sind näher dran als Löffler in Konstanz oder die "taz" in Berlin.
Das "Hetzen" in den Medien, und ich verurteile es auf allen Seiten, denn wir haben nur einen Planeten und müssen uns weiterhin begegnen können, ist so zu einem Thema meiner Rede geworden. Dazu berichte ich den Menschen in Ravensburg von einer Begebenheit aus Überlingen. Der Überlinger Arzt Doktor med. Rainer Röver, hatte vor Weihnachten 2021 auf Facebook einen Post veröffentlicht, in dem er einen "Leichen-Kühlschrank" mit teilweise offenstehenden Türen als "Adventskalender für Ungeimpfte" betitelte. In Folge bezeichnete Röver Menschen die sich nicht einer "Corona-Gen-Impfung" unterziehen lassen, außerdem als "Ku´Damm-Raser". Das sind potenzielle Mörder, die mit ihren schnellen Autos bei verabredeten Rennen Unfälle und den Tod Unbeteiligter in Kauf nehmen. Über den Überlinger "Hetz-Arzt" und SPD-Mitglied Röver las und liest man allerdings nichts in den sogenannten Mainstream-Medien (MSM), auch die lokale Zeitung, der Südkurier, thematisierte Rövers-Post nicht. Einseitigkeit und Verallgemeinerung ist in Ravensburg die Kritik an der Berichterstattung der Medien, zu denen die Schwäbische Zeitung vor Ort gehört. Aus der Redaktion dieser Zeitung ließ sich allerdings an diesem Donnerstagnachmittag niemand bei uns blicken. Facebook sperrte übrigens aktuell einen FFP2-Masken-kritischen Kommentar der stattzeitung.org mit der Begründung: "Dieser Beitrag verstößt gegen unsere Gemeinschafts-Standards zu Fehlinformationen, die zu körperlichen Schäden führen könne." Rainer Rövers Hetz-Post wurde nicht von Facebook gesperrt, was ist mit psychischen Schäden die "Bashing" bewirkt?
Meine Kernbotschaft an diesem Donnerstag lautet, dass die MSM an einem akuten Glaubwürdigkeitsproblem leiden. Niemand der Menschen, die vor mir stehen, wird ihnen nach "Corona" je wieder vertrauen können. Das Schlimmste, was einem Medium passieren kann, ist keine Aufmerksamkeit mehr zu kriegen, dass haben sie sich selbst eingebrockt und deswegen möchte ich stattdessen diese Aufmerksamkeit auf die Neuen Medien lenken. "Das da war gestern", sage ich mit einem Fingerzeig hinter mich in Richtung "Schwäbisch-Media", "und wir sind heute, wir sind die Zukunft", am Szenenapplaus merke ich genau den Nerv meiner Zuhörer getroffen zu haben. Meine gesamte Rede findet Ihr im Original-Video und im Transkript zu dieser Reportage.
Cornelia Letsche, Rechtsanwältin aus dem benachbarten Tettnang, hatte ihr "Aha-Erlebnis" mit den sogenannten Leitmedien nach einer Demonstration in Berlin, an der sie teilgenommen hatte. Sie habe zunächst gar nicht fassen können, wie falsch die Berichterstattung anschließend in der ARD über die Groß-Demo gewesen sei, erklärte die Juristin eindringlich, und manche der versammelten Zuhörer schienen genau zu wissen, was sie da meinte. Es gab vielfaches Kopfnicken, und auch kurze Gespräche über ähnlich Erlebtes am Rande der Veranstaltung. Cornelia Letsche zitierte dann aus dem "Presse-Kodex", in dem es unter anderem in Ziffer 1 zur Wahrhaftigkeit und Achtung der Menschenwürde heißt: "Die Achtung vor der Wahrheit, die Wahrung der Menschenwürde und die wahrhaftige Unterrichtung der Öffentlichkeit sind oberste Gebote der Presse. Jede in der Presse tätige Person wahrt auf dieser Grundlage das Ansehen und die Glaubwürdigkeit der Medien". In Ziffer 2 steht da zur Sorgfalt: "Recherche ist unverzichtbares Instrument journalistischer Sorgfalt. Zur Veröffentlichung bestimmte Informationen in Wort, Bild und Grafik sind mit der nach den Umständen gebotenen Sorgfalt auf ihren Wahrheitsgehalt zu prüfen und wahrheitsgetreu wiederzugeben. Ihr Sinn darf durch Bearbeitung, Überschrift oder Bildbeschriftung wider entstellt noch verfälscht werden. Unbestätigte Meldungen, Gerüchte und Vermutungen sind als solche erkennbar zu machen. Symbolfotos müssen als solche kenntlich sein oder erkennbar gemacht werden." Nachzulesen sind die kompletten Empfehlungen und Leitlinien des Deutschen Presserats zu den publizistischen Grundsätzen unter www.die-medienanstalten.de.
Cornelia Letsches komplette Rede findet ihr ebenfalls als Video-Beitrag, eingebunden in diesem Artikel.
Es ist bewundernswert, wie geduldig die Teilnehmer dieser runden und stimmigen Aktion den Informationen der Vortragenden folgen. Die Atmosphäre ist nicht überhitzt, ganz im Gegenteil. Im Nachgang erinnere ich mich gerne an Ravensburg wegen der ganz besonderen intensiven Stimmung. Allen ist das Thema, um was es hier geht, unglaublich wichtig und ein ernstes Anliegen, anders ist die Konzentration bei 37 Grad im Schatten nicht zu erklären.
Sarah Müller-Koch (dieBasis), die im Anschluss der Reden, zusammen mit Michael Knodel und in Begleitung der meisten Teilnehmer der Mahnwache, den wirklich wunderschönen Trauer-Kranz vor dem Medienhaus der "Schwäbischen-Zeitung" auf der anderen Seite der Karlstraße niederlegte, sprach in ihrem kurzen Beitrag in Bezug auf Mainstream-Medien von einer Regentschaft des "Mammon" und von Vorurteilen, die fortwährend in der Presse geschürt würden, bezüglich der sogenannten "Corona-Impfung", ihrer angeblichen Wirksamkeit und den nicht erwähnten Impfschäden.
Das die Ravensburger Polizei dann die angemeldete Veranstaltung exakt um 18 Uhr auflöste, aufgrund der Mahnwache in einem Grünstreifen waren weder Straßensperrungen noch sonstiges nötig, zeigt von einem starken Hang zur Pünktlichkeit dieser Behörde. Für weitere Gespräche ist es uns jetzt wirklich zu heiß und Cornelia und ich sehnen uns nach einem schattigen Platz und einem kühlen Getränk. Alle haben Verständnis dafür und Joachim ruft uns noch zu, dass es weitergeht mit den Mahnwachen vor den Medienhäusern. Apropos kühles Getränk Es gilt kühlen Kopf zu bewahren, angesichts der Vielfalt der Themen, die jetzt im kommenden Herbst wieder auf uns zurasen. Es könnte ein heißer Herbst werden.
Joachim Kaiser, Vorstand des KV- Ravensburg der Partei "dieBasis" und Veranstalter der "Mahnwache" zur "Aktion-Leuchtturm-ARD":
"Warum ist mir die Aktion Leuchtturm ARD so wichtig?
Die meisten Menschen vertrauten bisher den Medien. Was sie berichten wird zumeist nicht hinterfragt, weil die Menschen sich darauf verlassen, dass die ihre Arbeit richtigmachen. Die Medien haben allerdings bei genauer Betrachtung in den letzten 2-3 Jahren eine unsägliche Rolle gespielt. Sie haben fast immer den Kurs der Regierung abgebildet und nicht hinterfragt. Sie haben sich nicht an den Pressekodex und den Rundfunk Staatsvertrag gehalten. Und das schlimmste ist, dass wir Bürger für diese Nicht-Leistung auch noch zahlen müssen.
Die Medien sind der Schlüssel zu dem ganzen Wahnsinn der letzten Jahre. Wenn diese ihren Job anständig machen würden, die Regierung und die Maßnahmen der Corona-Zeit sowie jetzt die Russland-Ukraine Krise und die damit verbundenen Sanktionen, unter denen wir alle zu leiden haben, hinterfragen und richtig recherchieren würden, bliebe uns vieles erspart und die Politik könnte nicht schalten und walten, wie sie es derzeit tut. Und deshalb ist die Aktion Leuchtturm ARD so wichtig, damit die Medien wieder für die Menschen arbeiten und nicht für die Regierung und die Interessen der Industrie und ein paar weniger Superreichen. Leuchtturm ARD möchte die Medien dazu ermahnen neutral, unabhängig und ehrlich zu berichten. Wir bezahlen sie, also haben wir auch Rechte. Und diese Rechte müssen wir einfordern und die Öffentlich-Rechtlichen-Rundfunkanstalten befreien von der Macht der Politik. Mit einem gezielten temporären Zahlungsstopp der Gebühren können wir dafür Aufmerksamkeit erreichen. Wir wollen dadurch mit den Medien-Verantwortlichen ins Gespräch kommen und einen Runden Tisch erreichen. Denn nicht die Abschaffung der Rundfunkgebühr ist das Ziel, sondern eine vernünftige Berichterstattung, für die wir dann gerne bereit sind zu zahlen. Für einen Rundfunk und für Medien, die im Sinne der Bürger berichten, die Regierung hinterfragen und kritisieren und die keine Politikpropaganda betreiben."
Infos zur "Aktion-Leuchtturm-ARD" von Jimmy C. Gerum findet Ihr unter: https://leuchtturmard.de.
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