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3. Mai 2022, Internationaler Tag der Presse(un)freiheit
- Pressefreiheit funktionierte nicht bei Corona.
- Die Welt braucht Menschen wie den WikiLeaks-Gründer.
- Investigativer Journalist sitzt seit über 1.000 Tagen in Haft.
- Julian Assange drohen 178 Jahre Knast oder die Todesstrafe.
Ja, Julian Assange hat Geheimnisse verraten.
Ja, es waren über 400.000 Militär-Dokumente und Bankdaten.
Ja, der Vorwurf der US-Regierung lautet, dass dadurch US-Bürger hätten zu Schaden kommen können.
Ja, der Journalist hat damit Gesetze übertreten.
Ja, damit ist die fragwürdige Rolle der US-Regierung im Irak-Krieg und Afghanistan-Krieg aufgeflogen.
Ja, damit hat Assange Kriegsverbrechen, Korruption und Folter, begangen durch die US-Streitkräfte, aufgedeckt.
Ja, damit ist er für die USA zum Staatsfeind geworden.
Nein, Assange soll dafür nicht 178 Jahre in Haft, und nicht zum Tode verurteilt werden.
Ja, Julian Assange muss sofort freigelassen werden!
Ja, Julian Assange verdient den Friedensnobelpreis!
Ja, Julian Assange ist gefährlich, weil er uns vor Augen geführt hat, dass wir uns nie sicher sein können mit dem, was wir glauben, und wer „die Guten“ sind.
Ja, das, was mit Julian Assange seit Jahren geschieht, nämlich brutale Einzelhaft, ist Ausdruck dessen, was wir hier im Westen auch unter Pressefreiheit verstehen.
Schande!
Ja, wir wünschen uns mutige und tapfere Journalisten wie Julian Assange, damit die „Corona-Pandemie“ und der „Ukraine-Krieg“ lückenlos aufgeklärt - und „Täter“ zur Verantwortung gezogen werden. Was hat die Pressefreiheit mit der „Corona-Pandemie“ zu tun? Nichts? Alles!
Wären die großen Medienhäuser bundesweit und in ihrem Gefolge fast alle Verlage, alle Sendeanstalten des ÖRR (Öffentlich-Rechtlicher-Rundfunk) und in deren Gefolge fast alle Privatsender nicht in blinder Gefolgschaft denjenigen gefolgt die a) sich nicht um unsere Gesundheit scheren, b) sich für nichts zu schade sind und c) dies alles noch unter dem Deckmantel der Verantwortung, postuliert mit „Achtung-Vorsicht“, verstecken - wäre die Welt jetzt eine andere.
So aber folgt die breite Masse denen, an die sie ihre Verantwortung abgeben, und die Mandatsträger verstecken sich hinter dem Mantel, der angeblich zum Schutze aller ausgebreitet wird. Wie in „Des Kaisers neue Kleider“ können sie nur demaskiert werden, wenn es auch weiterhin Journalisten gibt, die ihre Aufgabe darin verstehen, ihnen, um im Bild zu bleiben, die Kleider buchstäblich vom Leibe zu reißen. Menschen wie Julian Assange sorgen dafür, dass Lügen ans Licht kommen - und Lügner nackt dastehen.
Hoffen wir gemeinsam darauf, dass es auch im „Ukraine-Krieg“ wieder Journalisten geben wird, die keine Angst davor haben, unbequeme Wahrheiten zu berichten, die Kriegsverbrechen und ihre Hintermänner schonungslos aufdecken - und wünschen wir uns, dass sie nicht auch im Gefängnis landen. Der „Tag der Pressefreiheit“ ist so lange ein schlechter Tag, solange diejenigen bestraft werden, die Lügen aufdecken - statt derer, die sie verbreiten.
Julian Assange zu Kriegen:
„Fast jeder Krieg, der in den letzten Jahren begonnen wurde, war das Ergebnis medialer Lügen. Die Medien hätten sie beenden können, wenn sie gut recherchiert hätten - wenn sie nicht Regierungspropaganda gedruckt hätten, hätten sie die Kriege beenden können. Das bedeutet, dass die Bevölkerung Frieden will. Die Bevölkerung muss manipuliert werden, um Kriege zu wollen. Wenn wir gute Medien haben, dann haben wir auch Frieden“.
Im Januar 2022 saß Julian Assange bereits seit 1.000 Tagen in Haft in Großbritannien. Davor hatte ihm die Ecuadorianische Botschaft in London sieben Jahre Zuflucht gewährt. Ein Londoner Gericht hat im April 2022 dem Auslieferungsantrag der USA stattgegeben. Nun muss auch noch das britische Innenministerium zustimmen. In den USA drohen ihm 175 Jahre Haft beziehungsweise die Todesstrafe für den Geheimnisverrat.
Der Whistleblower Assange hatte auf seiner Enthüllungs-Plattform WikiLeaks vertrauliche Informationen der US-amerikanischen Streitkräfte zu den Kriegen in Afghanistan und im Irak und zu vertraulichen Bankdaten, unter anderem betreffend das Schweizer-Bankgeheimnis, bekannt gemacht. Durch die geheimen Informationen zu Militär-Operationen sei das Leben von zig US-Amerikanern in Gefahr geraten, sagt die Regierung, die für die Vorwürfe der Kriegsverbrechen, der Folter und der Korruption verantwortlich ist.
Free Julian Assange!
Freiheit für Julian Assange!
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